Warmes Wasser durch Luft – ein Erfahrungsbericht

Händewaschen-mit-Warmwasser

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Zugegeben, die Überschrift stimmt nicht ganz, denn Strom und eine Wärmepumpe braucht es auch, um Wasser durch Luft zu erwärmen. Warmes Wasser ist in der heutigen Zeit Standard in deutschen Haushalten. Es gibt viele Möglichkeiten, das kalte Nass zu erwärmen. Eine davon ist die Wärmepumpe. Diese Methode klingt modern und umweltfreundlich. Doch spart man wirklich Energie und Kosten?

Meine fünfjährige Erfahrung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, auch bekannt als Warmwasser-, Brauchwasser- oder Trinkwasser-Wärmepumpe, ergibt ein durchwachsenes Bild. Die wichtigste Information am Anfang: Lassen Sie sich vom Fachmann mit Erfahrung auf diesem Gebiet beraten, denn eine Luft-Wasser-Wärmepumpe passt nicht überall.

Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung ersetzt Wärmespeicheranlage

Unser Wohnhaus ist Baujahr 1926. Wir heizen es seit über 15 Jahren mit einer Wärmespeicheranlage. Nachts von 22 bis 6 Uhr erwärmt sie Wärmespeicher in den Wohnräumen. Tagsüber geben die Speicher diese Wärme an die Räume ab. Bis 2007 haben wir das Wasser in einem 300-Liter-Warmwasserspeicher erwärmt. Dann bauten wir, eine vierköpfige Familie, unser Haus um und ein neues Bad ein. Um den Stromverbrauch zu senken, die Leitungswege zu verkürzen und etwas für die Umwelt zu tun, hatten Bekannte empfohlen, eine Warmwasser-Wärmepumpe zu installieren.

Funktionsschema-WärmepumpeDieses Gerät nutzt die Umgebungsluft, um das Wasser in einem Speicher zu erwärmen. Das Prinzip ist relativ simpel – vergleichbar mit dem beim Kühlschrank, nur andersherum. Der Luft wird die Wärme durch den Wärmepumpenkreislauf entzogen und dem Wasser über ein Trägermittel zugeführt.

Im Vorfeld hatte ich zwei Fachleute gefragt und zwei gegensätzliche Meinungen bekommen. Also blieb die Entscheidung uns überlassen. Der Familienrat tagte – Ergebnis: „Papa muss entscheiden“. Da ich von der Technik begeistert war und mir neben der Warmwassererzeugung eine gute Durchlüftung meines Kellers versprach, erhielt dieses Gerät den Zuschlag. Dafür sprach auch, dass das Wasser nicht nur nachts – wie bisher bei der Wärmespeicheranlage – erwärmt würde.

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Unsere Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung

Energie und Wasser sparend, aber leider ohne Kostenvorteil

Nun steht seit fünf Jahren eine Brauchwasser-Wärmepumpe bei uns im Keller. Das Gerät läuft sehr zuverlässig. Wir haben fast immer ausreichend warmes Wasser. Fast immer? Richtig, denn wenn wir mal mehr als zwei Badewannen volllaufen lassen, ist der Warmwasservorrat aufgebraucht. Dann dauert es bis zu zehn Stunden, ehe wieder Warmwasser in ausreichender Menge vorhanden ist.

Diese Schwäche von Warmwasserspeichern kannten wir schon von unserer Nachtspeicheranlage. Es war also keine große Umstellung. Im Nachhinein erweist sich die vermeintliche Schwäche sogar eher als Vorteil. Denn durch die begrenzte Wassermenge duschen wir mehr statt zu baden. Dafür reicht der Warmwasservorrat immer. Unser Energieverbrauch hat sich verringert. Nur die Kostenersparnis kam nicht wie gedacht, da wir den – im Vergleich zum Nachtstrom – teureren Tagstrom für die Warmwasserbereitung nutzen. Denn das Wasser wird dann erwärmt, wenn wir es brauchen – also hauptsächlich tagsüber.

Zudem kann die Wärmepumpe nicht das ganze Jahr laufen, weil unser Keller in der kalten Jahreszeit unter acht Grad Celsius abkühlt. Dies ist im Nachhinein der wichtigste Punkt, der bei der Planung zu berücksichtigen ist. Es muss sicher gestellt sein, dass die Lufttemperatur nicht unter diesen Wert sinkt – auch bei vollem Betrieb und dem damit verbundenen hohen Luftumsatz. Sonst drohen die Vereisung der Anlage und ein daraus resultierender Defekt. Wird es also – wie in unserem Fall – in der Umgebung zu kalt, schaltet die Wärmepumpe auf einen 500 Watt Heizstab um, und das Wasser wird nur mit Strom erhitzt. Das widerum wirkt sich ungünstig auf die Haushaltskasse aus.

Das A und O: Gründliche Beratung durch einen Fachmann

Wie Sie sehen, gibt es eine Menge zu beachten. Deshalb ist es wichtig, sich vom Fachmann beraten zu lassen, am besten von einem ENSO-Energiepartner oder dem Installateur Ihres Vertrauens. Die sind aus der Region und kennen die örtlichen Gegebenheiten.

Mein persönliches Fazit nach fünf Jahren Brauchwasser-Wärmepumpe: Da ich die Rahmenbedingungen nicht richtig beachtet habe, spare ich Energie, aber keine Kosten. Eine gute fachmännische Beratung von Installateuren mit Erfahrung in der Anlagentechnik und den erforderlichen Rahmenbedingungen sind das A und O für den erfolgreichen Betrieb einer Warmwasser-Wärmepumpe.

Wenn Sie sich vorinformieren möchten, schauen Sie beispielsweise auf den Internetseiten der Initiative energiesparen-im-haushalt.de. Dort bekommen Sie einen guten Überblick über das System mit seinen Vor- und Nachteilen.

Nun interessiert es mich natürlich, welche Technik Sie einsetzen, um Ihr Wasser zu erwärmen! Und wie zufrieden sind Sie damit?

Veröffentlicht von Torsten Barthel am 25. Juni 2012 09:46 in Energie, Spartipps

Kommentare

36 Reaktionen zu “Warmes Wasser durch Luft – ein Erfahrungsbericht”
  • Von Klaus Winterling

    Naja, wir haben für unser Haus eine Hauptheizung mit Gas. (Früher ÖL)
    Die schalten wir dann etwa so ab Mai ab, und im Oktober wieder an. Sie ist also so etwa 4-5 Monate abgeschaltet.
    Für das Warmwasser - im Sommer -haben wir eine Luft-Wasser Wärmepumpe. Schon seit etwa 25-30 Jahren. Heute hat sie ihren Geist aufgegeben. Warum weiß ich noch nicht.
    Die hatten wir damals auf den Dachboden installiert, weil es dort im Sommer am wärmsten ist.
    Bei einem 4, später 3 Personen-Haushalt haben wir im Durchschnitt pro Saison etwa 500 - 650 kw/h Strom verbraucht. (Duschen, Baden, Warmwasser). Bei der Wärmepumpe hatte ich einen extra Stromzähler dazwischen geschaltet, um genaue Werte zu bekommen.
    Leider habe ich jetzt keine Ahnung, wieviel mehr Gas (Öl) wir gebraucht hätten, wenn die "normale" Gasheizung (ohne Wärmepumpe) auch den Sommer über gelaufen wäre.
    Ich weiß wirklich noch nicht, ob wir wieder eine neue Wärmepumpe am Dachboden installieren sollen. Hält sie auch wieder 25 Jahre ohne Reparatur???
    Neue Anschlüsse, Installation, alte Pumpe entsorgen, neue Pumpe wieder auf den Dachboden wuchten?
    Mal sehen...... Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Herr Winterling, vielen Dank für Ihren Kommentar. 25-30 Jahre Betrieb der Anlage - das klingt nach viel Erfahrung mit dieser Technologie. Zu Ihren Fragen: Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, wenn die Anlage das ganze Jahr im Wärmepumpen-Betrieb läuft. Dafür müssen aber die Rahmenbedingungen (ausreichend warme Luft usw.) passen.

      Ich vermute mal, dass Sie einen geringeren Aufwand haben, wenn Sie Ihr bestehendes Heizsystem modernisieren (Erdgasbrennwert-Technik) oder sich eine Solarthermie-Anlage installieren statt einer Warmwasser-, Brauchwasser- oder Trinkwasser-Wärmepumpe.

      Vielleicht kann Ihnen einer unserer Partner (www.enso.de/energiepartnersuche) noch nützliche Tipps geben.

      Schöne Grüße

    • Von Heiß

      Hallo Herr Winterling, ist es richtig, dass Sie in den 4-5 Sommer-Monaten bei einem 4-3 Personen-Haushalt 500-650Kw/h verbraucht haben, und das auch noch im warmen (sehr) Dachboden!
      Also, da muss ich schon mal anfügen wie sich hier eine WW-WP rechnen soll wenn sie das ganze Jahr in einem Keller läuft!
      Da scheint mir eine andere Alternative, bei Ihnen z.B. die Nutzung der Heizung mit dem Gas als die deutlich günstigere Lösung, und!! Sie sparen auch noch die Anschaffungskosten der WP!
      In einem anderem Forum habe ich von umgerechnet ca. 6Ct. pro KW bei Gasbetrieb gelesen!
      Ich würde auch gerne von Ihnen wissen was Sie nun installiert haben!
      Schöne Grüße

  • Von Nicole Simdorn

    Hallo Herr Barthel,

    darf ich mal fragen, wie groß Ihre Warmwasserspeicher sind?

    Viele Grüße Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Frau Simdorn,

      an der Brauchwasser-Wärmepumpe ist direkt ein 300L-Schichtenspeicher angeschlossen.

      Schöne Grüße

  • Von gauner

    suche soetwas Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo "gauner",

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Meine Anlage habe ich über meinen Heizungsinstallateur bekommen. Es war ein Messestück und damit etwas preiswerter. Schauen Sie mal unter dem Begriff "Brauchwasser Wärmepumpe" bei ebay oder anderen Verkaufsportalen rein. Ich habe auf Anhieb 31 Angebote gefunden und eins ist sogar so ein System wie ich habe.

      Viele Grüße

  • Von Florian

    Eine Warmwasserwärmepumpe in den warmen Monaten zu betreiben und dafür die Gasheizung komplett abzuschalten, ist sowohl energetisch als auch ökonomisch sinnvoll. Noch besser sieht die Rechnung mit eigenem Strom aus der Photovoltaik Anlage aus. Viele Befürworter der Gas oder Öl Geräte vergessen, dass 6ct zwar der Einkauf des Brennstoffes ist, aber mehr als 10 - 13 ct die Kilowattstunde warmes Wasser kostet. Warum? Einmal nach Nutzungsgrad einer konventionellen Heizanlage im Warmwasserbetrieb googlen. Antworten

    • Von Karstens

      Hallo Florian... Gerade bauen wir unser Haus und mein Mann möchte unbedingt eine warmwasserpumpe, ich hingegen tendiere zu einer Gastherme, weil ich denke das ich somit stetig warmes Wasser habe, mein Mann möchte die Pumpe an der Garage montieren, was ich nicht gerade gut finde, erstens sind diese Pumpen doch auch hörbar und bis das erwärmte Wasser ins Haus gelangt, ist es doch nur noch lau oder? ich kenn mich gar nicht aus, was bevorzugen Sie und warum?

  • Von Torsten Barthel

    Hallo, wenn ich Ihren Eintrag richtig lese (verstanden habe), geht es nicht nur um das warme Wasser, sondern um die Heizung Ihres Hauses. Eine Gastherme nur für das warme Wasser macht wenig Sinn ...

    Wenn das Haus neu gebaut wird, ist eine Wärmepumpe als Heizung eine Alternative. Sie benötigen keinen Gasanschluss und die Geräte (Wärmepumpen) sind so ausgelegt, dass sie ausreichend Wärme für Heizung und Warmwasser liefern.

    Im Übrigen ist der Wärmebedarf von Neubauten sehr gering, so dass eine richtig dimensionierte Wärmepumpe, auch mit Luft als Wärmemedium, Ihr Gebäude beheizen kann. Und was den Weg von der Garage bis zum Haus betrifft - das sollte kein Problem sein, da die Rohre sehr gut isoliert werden müssen ... es sei denn, die Garage steht sehr weit weg vom Haus.

    Und ja, die Geräte machen Geräusche, die den Nachbarschaftsfrieden stören können. Also vielleicht nicht gerade vor dem Schlafzimmer vom Nachbarn aufbauen. ;-)

    Tipp: Lassen Sie sich von einem unabhängigen Fachmann beraten, denn auch beim Einsatz einer Wärmepumpe ist Einiges zu beachten. Antworten

  • Von Marcel Hofer

    Hallo Herr Barthel, ich habe mit großen Interesse ihren Erfahrungen gelesen, da wir kurz davor stehen eine Luft-Wasser Pumpe für unseren Brauchwasserpuffer anzuschaffen.
    Wenn ich sie richtig verstanden habe, ist der einzige Grund weshalb sie keine Kosten sparen, da ihre Umgebungsluft im Winter zu kalt ist und deshalb der Heizstab zugeschaltet wird.
    Da wir uns im Sommer über ein zu warmes Haus beschweren, war die Idee des Fachmanns unseren Lüftungsschacht der über alle Etage geht als Umgebungsluftabsauger sozusagen zu nutzen. Damit hätten wir indirekt das Haus gekühlt und warme Luft für die Pumpe bereitgestellt. Im Winter hingegen würde ja dann das Gegenteil stattfinden, wir würden uns dann unsere warme Luft aus allen Etage ziehen, dafür aber würde nie der Heizstab angehen. Ist also alles in allem auch keine Perfekte Lösung. Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Herr Hofer,

      ja, Sie haben es richtig verstanden. :-) Da ich keine konstante, warme Luft für die Wärmepumpe habe, schaltet sie auf Heizstab im Winter und ist damit ein Warmwasserspeicher mit Direktstrom ...

      Ihr Vorschlag klingt auf dem ersten Blick sehr interessant, beachten Sie aber bitte, dass die Wärmepumpe einen sehr hohen Luftumsatz hat. Sie braucht also sehr viel warme Luft, um Wasser zu erwärmen.

      Und diese warme Luft muss immer in ausreichender Menge vorhanden sein. Das Absaugen aus den Wohnräumen hatte ich auch mal im Hinterkopf, habe es aber wieder, aus folgenden Gründen, verworfen:
      1. Geräusche: Die WP setzt sehr viel Luft um und das rauscht
      2. Die warme Luft im Winter für die WP muss ich im Haus auch erst mal erzeugen. Da komme ich besser, wenn ich das Wasser direkt warm mache.
      3. Aufwand - Nutzen .. hat bei mir nicht funktioniert.

      Kurz gesagt, wenn Sie in dem Raum, wo die WP steht, nicht ausreichend warme Luft haben, dann sollte man das Projekt überdenken. Aber vielleicht gibt es ja mittlerweile schon Geräte, die problemlos in Lüftungssysteme eingebunden werden können.

      Schöne Grüße

  • Von Marcel Hofer

    Hallo Herr Barthel,
    danke für ihre rasche Antwort.
    Ab wieviel grad Umgebungsluft schaltet denn ihr Heizstab zu? Normalerweise sind doch Heute die Anlagen so ausgelegt das sie selbst bis in die Minusgrade noch ausreichend Wäre heraus holen können.

    Mit dem Luftstrom könnten sie Recht haben, da wird ja schon einiges an Luft bewegt. Im Winter wird dann natürlich die Produzierte Wäre der Heizkörper auch von der WP abgesaugt.
    Werde dazu nochmal mit dem Heizungsbauer kontakt aufnehmen.
    mfg
    Hofer Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Herr Hofer,

      bei 8°C schaltet das System auf Heizstab-Betrieb um. Es ist eine Anlage, die mit Luft aus dem Gebäude arbeitet und damit nur bedingt mit Anlagen vergleichbar ist, die zu kompletten Raum-, Haus- und Warmwasserheizung verwendet werden und mit Umgebungsluft von außen arbeiten.

      Ich glaube, Luft-Wärmepumpen arbeiten sehr effektiv, wenn es um die Wohnraumwärme geht. Moderne Niedertemperaturheizungen (Fußboden oder Wandheizungen) verlangen eine geringe Vorlauftemperatur und das bekommen Luft-Wärmepumpen sehr gut hin.

      Bei warmen (55-60°C) Wasser habe ich so meine Bedenken, dass die Systeme sehr effektiv laufen. Die Bedingungen (Warme, feuchte Luft und der Wunsch nach nicht so heißem Wasser) müssen schon gegeben sein (Achtung - Werbeprospekt). Doch wie viele Tage im Jahr ist das so ... ?

      Also, wie schon in meinem Beitrag geschrieben, holen Sie sich bitte den Rat von mehreren Fachleuten ein, das schadet nicht ;-) Und die Entwicklung der Systeme verbessert die Maschinen auch ständig ...

      Viele Grüße Torsten Barthel

  • Von Thomas Schneiders

    Wir sind auch am überlegen ob wir unsere 28 Jahre alte Ölheizung gegen eine Öl Vollbrennwertheizung von Götz mit einer Ochsner Europa 323 DK tauschen sollen. Laut dem Fachmann wäre es die beste Lösung, da wir eine 8,75 KW Photovoltaikanlage auf dem Dach haben.
    Wer kann uns den da etwas weiterhelfen? Antworten

  • Von Thomas Schneiders

    Wir sind ein 4 Personenhaushalt und die Wärmepumpe würde in den Heizungsraum kommen, dieser ist bei der derzeitigen alten Heizung im Winter über 8 Crad. Ob das bei einer neuen und gut gedämmten Anlage auch so ist, kann uns ja leider keiner sagen.
    Da wir das Haus erst 2 Jahre haben, gibt es für uns auch keine Erfahrungswerte.

    Gruß Thomas Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Herr Schneiders,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Thema Heizung ist extrem vielschichtig und die Entscheidung, welches System das optimale ist, hängt von vielen Faktoren ab. Vielleicht hilft Ihnen vorab ein Blick auf die Seite: www.enso.de/waerme-komfort

      Alternativ können Sie mit Herrn Dreßler von ENSO sprechen. Er wird Ihnen sicher viele Ihrer Fragen rund um die Heizung beantworten können. Tel. 0351 468-3407.

      Zu Ihrem zweiten Eintrag, auch hier muss die Situation vor Ort genau betrachtet werden. Die Wärmepumpe kühlt den Raum (die Luft in dem Raum) ab. Der Raum muss sich also in der Zeit, wo die WP nicht läuft wieder erwärmen. Ein weiterer Aspekt sind die Luftmenge und die Luftströmungen im Raum.

      Da hat aus meiner Sicht der Schornsteinfeger ein Wort mitzureden. Im Übrigen kann er auch eine "neutrale" Beratung zum Thema Heizung durchführen.

      Schöne Grüße Torsten Barthel

  • Von Torsten Barthel

    Nachtrag - den passenden Schornsteinfeger im Raum Ostsachsen finden Sie unter: www.enso.de/schornsteinfeger .. :-) Antworten

  • Von Helmut Schuster

    Hallo , wir haben seit 2 Jahren eine Luft-Wasser - Pumpe im Betrieb, diese wird von der Photovoltalik -Anlage mit Strom gespeist. Ich habe einen Stromspeicher (Gabelstapler-Batterie) zur Versorgung . Funktioniert sehr gut . Die Ölheizung habe ich stehen gelassen , diese wird automatisch eingeschaltet , bei 5 ° Aussentemperatur , somit fahre ich im Winter kostengünstiger.
    Die Kosten : Wärmepumpe ca 5500 € , Photovoltalik mit ca 5kw ,
    10000 € , Staplerbatterie neu 48 V , 645 A , 2500 € .
    April - Oktober Warmwasser mit Solarplatten 300 Liter Speicher und Einspeisung in Heizung .
    Die Ölheizung mit Solarunterstützung läuft ohne Störung seit 10 Jahren . Bei Fragen einfach E-Mail senden. Wir leben in der Pfalz mit sehr viel Sonne , viele Grüße Helmut Schuster Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Herr Schuster,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Eine interessante Auslistung der Kosten und Bestandteile Ihres Heizsystems.

      Schöne Grüße aus Sachsen

    • Von Marco Meister

      Hallo Herr Schuster, wie machen Sie das mit der Stapler Batterie, mit einem Sinuswandler? Wie sind die Erfahrungswerte, läuft das damit störungsfrei?

    • Von Helmut Schuster

      Hallo Herr Meister , sorry das ich so spät Antworte aber die Zeit war so ein Problem .Mein komplettes System kommt von SMA-Solar . die verbaute Anlage SMA flexible Storage System. Die Anlage läuft ohne Probleme seit Inbetriebnahme . Senden sie mir ihre e-mail , sie bekommen von mir den Verschaltungs- Plan mit Bleibatterien .
      Die Bleibatterien Technik ist seit ihrer Erfindung ständig auf dem neuesten Stand und hält lange bei dementsprechender Wartung .
      Frohe Weihnacht und einen Guten Rutsch in 2016
      Mit freundlichen Grüßen , Helmut Schuster

  • Von Gerd Rademann

    Guten Tag,
    ich habe eine Frage, die sich nicht auf Energieeinsparung bezieht, sondern sich um einen trockenen Keller dreht.
    Wir haben ein relaiv großes EFH (200 qm) aus den 50er Jahren mit einfachem Keller, der nur als Stauraum genutzt wird.
    Das Haus ist energietechniisch ziemlich gut in Schuss: neues Dach, Luftschicht mit HK35 ausgeblasen, gute Fenster, neue Gas-BWT und eine von unten isosierte Kellerdecke. Durch die neue Heizung und die isolierte Kellerdecke hat sich das Kellerklima drastisch verschlechtert. Es ist schön kalt geworden (Sommer 15° und Winter 10-12°), was prinzipiell gut ist, aber im Sommer haben wir viel Kondenswasser und die Luft wird muffig und manche Dinge fangen an zu schimmeln, z.B. Lederstiefel.
    Die Wände blühen aus (salpetern), viel mehr als früher. Wassereinbruch haben wir nicht.
    Die aus meiner Sicht möglichen Lösungen sind:
    - Luftentfeuchter (günstig in der Anschaffung aber Stromkosten ohne Nutzen)
    - WW-Wärmepume (genutzt überwiegend im Sommer)
    - Isolierung des Kellers von aussen.
    Aus meine Sicht verschlimmert die Kellerisolierung eventuell die Sache noch.
    Wer hat Erfahrung damit und kann Rat geben?
    Viele Grüße aus dem hohen Norden
    Gerd Rademann Antworten

    • Von Joseph Tannhuber

      Hallo Herr Rademann,

      bin zufällig über diesen Kommentar gestolpert. Vielleicht haben Sie das Problem schon gelöst. Ansonsten müssen Sie unbedingt zuerst die Ursache für die Feuchtigkeit im Keller finden. Bei älteren Gebäuden ist meistens eine fehlende Horizontal- oder Vertikalsperre im Mauerwerk der Grund. Mit Lüften allein ist es dann nicht getan, Und man sollte eine nachträgliche Abdichtung in Erwägung ziehen.

    • Von Gerd Rademann

      Hallo Herr Tannhuber,
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Ich hatte einen Sanierungsspezialisten im Haus und der sagte, dass der Schaden viel zu gering sei, um etwas dagegen zu tun.
      Sicherlich hat die Vertikalsperre Defekte aber wir haben nur Ausblühungen und keinen Wassereinbruch oder Feuchtigkeit in den EG-Wänden.
      Das eigentliche Problem ist die jetzt fehlende Wärme im Keller und damit verbunden die Kondensatbildung im Sommer. Mit alter Heizung und ohne Isolierung der Decke war alles relativ OK.
      Die Kosten einer Abdichtung von Aussen wären hoch (ca. 45 T€) und der Nutzen begrenzt. Es bliebe der kritische Bereich der Bodenplatte, die nicht isoliert ist und die man auch nicht isolieren könnte. Dort würde man also immer Kondensat haben.
      Wir haben jetzt eine schöne Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert und sehen, wie sich die Situation im Sommer entwickelt. Die Investition überschaubar, die Luft wird getrocknet und warmes Wasser produziert sie auch.
      Viele Grüße
      Gerd Rademann

    • Von Daniel M

      Hallo Herr Rademann,

      in meinem Haus ist es ähnlich wie bei Ihnen. Ich überlege ebenfalls eine BWWP zu installieren um a) meine PV Anlage besser auszunutzen und b) den Keller zu entfeuchten.
      Gerade jetzt merke ich, wie ich wieder mehr Luftfeuchtigkeit im Keller habe und Lüften schwierig wird (absolute Feuchtigkeit/Taupunkt).

      Können Sie schon etwas zur Ihrer Pumpe bzw zum Kellerklima sagen? Interessant wäre die Temperatur/Laufzeit pro Tag der Pumpe und Feuchtigkeit.

      Vielen Dank

  • Von Torsten Barthel

    Hallo Herr Rademann,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Thema Hausdämmung und -isolierung ist komplex und gerade bei alten Gebäuden sind sehr viele Dinge zu beachten. Lassen Sie sich von einem Fachmann vor Ort beraten. Der kennt die örtlichen Gegebenheiten und sieht Ihr Haus. Aus der Ferne kann ich nur den Tipp geben, im Sommer wie im Winter den Keller richtig zu lüften.

    http://www.baulinks.de/webplugin/2004/1079.php4 Antworten

  • Von Gerd Rademann

    Moin Herr Barthel,
    vielen Dank für den Kommentar. Die Lüftungsthematik ist mir wohl bekannt und wir geben unser bestes. Das reicht leider nicht.
    Ich werde mit Fachleuten darüber reden.
    Viele Grüße
    Gerd Rademann Antworten

  • Von Stefan Reinken

    Hallo
    möchte mein Haus im Obergeschoss mit einer Brauchwasser Wärmepumpe ausstatten, hier meine frage :-)
    Haus Bj 54 dach gedämmt mit Glaswolle ,obere Geschossdecke mit 4 cm Styrodur , oben befinden sich 2 Wohnungen 45Qm und 55 Qm Heizung nur zum heizen , warmwasser über Kleinspeicher 20 Liter Dusche und 5 Liter Waschbecken und 5 Liter küche waschbecken, Je speicher sind es 2000 watt

    Will jetzt eine BW-WP mit 300 liter Speicher auf dem Dachboden stellen, im Sommer warm ,Max 40 grad ,im Winter will ich die luft beim Schornstein ansaugen lassen der ja durch meinen Kamin erwärmt wird.

    eventuell später mit einer kleinen PV Anlage koppeln

    Ist es nicht von vorteil wenn ich die vorgewärmte luft des Kamins mit einbinde Antworten

  • Von Torsten Barthel

    Hallo Herr Reinken,

    um Ihnen da eine belastbare Auskunft zu geben, muss man sich die örtlichen Bedingungen genau ansehen. Im Sommer mag die Wärmepumpe unter dem Dach funktionieren, doch im Winter denke ich persönlich nicht.

    Wie ich schon in meinen anderen Kommentaren geschrieben habe, braucht die WP extrem viel Luft mit konstanter Temperatur, um das Wasser zu erhitzen. Bei Kamin, Schornstein und warmer Luft hätte ich sehr große Bedenken. Zum Einen müssten Sie immer heizen, da die WP auch mal Nachts angehen kann und zum Anderen darf die Anlage nicht mit den Rauchabgasen des Kamins in Verbindung kommen.

    Der Gedanke sich eine thermische Solaranlage aufs Dach zu machen und mit einem Speicher zu koppeln, klingt sehr gut. Da ist das Geld aus meiner Sicht besser investiert :-)

    Tipp: Lassen Sie sich bitte von einem Fachmann beraten, besser von mehreren. Antworten

  • Von Gerd Rademann

    Hallo Daniel,

    die Erfahrung ist bisher positiv.
    Wir haben heute, 6. Juni, draußen ca. 28°C und 50% rel. Luftfeuchte.
    Im Keller sind 19°C und ca. 55% rel. Luftfeuchte.
    Energieverbrauch liegt bei 3 KWh am Tag seit Installation im März.
    Trotzdem gibt es in manchen Kellerecken am Fußboden immer noch dunkle Stellen, soll heiße etwas Kondensation. Der muffige Geruch hat deutlich abgenommen bzw. ist verschwunden. Nach meinem Geschmack läuft die Pumpe nicht oft genug, d.h. unser Warmwasserverbrauch ist zu gering (3 Personen). Auch ist die Luftumwälzung in unserem sehr großen Keller nicht so gut.
    Bezüglich Ihren Gegebenheiten gebe ich kritisch zu bedenken, dass Sie ja eine PV-Anlage haben, die viel Warmasser/Strom für Warmwasser produzieren wird, wenn es mit der Kondensation im Sommer kritisch ist. Haben Sie jetzt schon einen Heizstab im Speicher?
    Natürlich können Sie mit dem PV-Strom die Wärmepumpe betreiben. Aber Warmwasser mit PV-Strom sollten Sie nicht erzeugen, denn dann läuft die Wärmepumpe nicht.
    Wenn Sie günstigen PV-Strom haben, dann sollten Sie damit eventuell einen Luftentfeuchter betreiben. Das ist noch günstiger (<500€) als eine Wärmepumpe (+-3000€) und Sie können in Ruhe sehen, ob Ihr Problem verschwindet.
    Alles Gute wünscht
    Gerd Rademann Antworten

    • Von Daniel M

      Noch eines fällt mir auf:

      Sie sagen:
      "Bezüglich Ihren Gegebenheiten gebe ich kritisch zu bedenken, dass Sie ja eine PV-Anlage haben, die viel Warmasser/Strom für Warmwasser produzieren wird, wenn es mit der Kondensation im Sommer kritisch ist."

      Aber genau das ist doch die Zeit in welcher man im nicht gut Lüften kann, da die absolute Luftfeuchte draussen meist deutlich höher ist als im Keller. Wäre also doch perfekt wenn man hier mit PV das WW erzeugen kann und gleichzeitig entfeuchtet? Oder hab ich mich hier in der Wirkweise der WW Wärmepumpe vertan? Wie gesagt, heizen will ich mit der Wärmepumpe nicht, sondern lediglich Warmwasser.

  • Von Daniel M

    Hallo Herr Rademann,

    vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich hätte noch eine Verständnisfrage:
    "Natürlich können Sie mit dem PV-Strom die Wärmepumpe betreiben. Aber Warmwasser mit PV-Strom sollten Sie nicht erzeugen, denn dann läuft die Wärmepumpe nicht."

    wie genau meinen Sie dies? Ich dachte eine Warmwasserwärmepumpe benötigt zur Wärme aus der Umgebungsluft noch Strom? Diesen kann ich extrem einfach aus der PV Anlage bereitstellen (Wechselrichter kann per Impulsschaltung Strom dann abgeben wenn er von der Sonne im Überschuss produziert wird). Dann muss ich vom Energieerzeuger keinen Strom abkaufen (im besten Fall).

    Heizstab habe ich keinen in meinem jetzigen Warmwasserspeicher. Dies würde in der Tat mit einer PV Anlage auch keinen Sinn machen.
    Grüße
    Daniel Antworten

  • Von Gerd Rademann

    Hallo Daniel,
    ich habe mit meiner Bemerkung darauf abgezielt, dass Sie nur ein Konzept zur Warmwassererzeugung haben sollten, keine Konkurrenz.
    Und die Idee mit eigenem PV-Strom und einem Heizstab, der nicht viel kostet, Warmwasser zu erzeugen halte ich für gut. Die Investition muss sich ja auch rechnen. Ich bin da kein allzugroßer Idealist. Für uns wäre der Luftentfeuchter zu teuer, da mit externem Strom betrieben.
    Gruß
    Gerd Antworten

  • Von Daniel M

    alles klar, verstanden.

    Zu Ihrer Idee mit dem Heizstab möchte ich noch etwas anfügen:

    Ich hatte das ursprünglich auch geplant. Allerdings setzt man so 1KW/h Strom direkt in WW um - nicht sehr effizient. Da sind WP mit Arbeitszahlen mit 3 und mehr deutlich effektiver.

    Zudem muss ich jede KWh die ich selbst verbrauche als geldwerten Vorteil versteuern. Somit sollte die Energie sinnvoll eingesetzt werden. Somit kostet mich jede KWh die ich mit Heizstab verwende 12,3 Cent plus USt. Eine KWh Gas lediglich 4cent inkl USt.

    Somit kann sich ein Heizstab leider nie rechnen. Aus diesem Grund wurde die Idee verworfen und ich evaluiere zur Zeit die Idee mit der BWWP.

    Beste Grüße
    DM Antworten

  • Von Peter Dittrich

    Prima Dialoge und hilfreich. Wir bauen ab 09/2016 ein Fullwood Holzblockhaus und wollen eine Luft_Wasser Wärmepumpe installieren. Ev. zusätzlich eine PV Anlage zum Eigenbedarf ( Einspeisung lohnt eh nicht mehr) An Alle; Danke für die wertvollen Dialoge. Antworten

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