Wasserkraftwerk Rabenauer Grund öffnet am Samstag für Besucher

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Wasserkraftwerk Rabenauer Grund

Zum Tag der erneuerbaren Energien stehen bundesweit Erzeugungsanlagen Interessenten offen, so auch das ENSO-Wasserkraftwerk Rabenauer Grund.

Auch wenn meine zwei Söhne das Wandern noch nicht für sich entdeckt haben, für eine Tour entlang des ENSO-Energie-Erlebnispfades kann ich sie doch regelmäßig begeistern. Die nächste Schautafel oder das nächste Ausstellungsstück als Ziel vor Augen kommen wir zügig voran.

Auf insgesamt 40 Kilometern entlang der Roten und Wilden Weißeritz gibt es Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Energie zu entdecken. Krönenden Abschluss bildet meist eine Fahrt mit der Weißeritztalbahn.

Am kommenden Samstag – zum Tag der Erneuerbaren Energien – sind wir sicher wieder unterwegs. Dann öffnet unser Wasserkraftwerk (WKW) Rabenauer Grund in der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr seine Pforten. Diese Chance, Energiegeschichte und faszinierende Technik hautnah erleben zu können, lassen wir uns nicht entgehen. Denn Besuchern steht das WKW nur an diesem Tag offen.

Auch viele andere Betreiber präsentieren ihre Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energie der Öffentlichkeit. 1996 von der sächsischen Stadt Oederan ins Leben gerufen, wird dieser Tag bereits zum 20. Mal begangen.

Maschinenraum

Blick in den Maschinenraum des Wasserkraftwerks Rabenauer Grund

Unser Unternehmen setzt sich seit Jahren für den Erhalt der historischen Wasserkraftwerke ein. Umfangreiche Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen haben sich ausgezahlt. Schließlich erzeugen unsere Anlagen teilweise seit mehr als hundert Jahren umweltfreundlichen Strom - ohne Rohstoffe zu verbrauchen und Schadstoffe auszustoßen.

Das Laufwasserkraftwerk am Rabenauer Grund ging 1911 in Betrieb und ist damit das älteste der sechs WKW, die ENSO im Vorland des Osterzgebirges betreibt.

Über einen 460 Meter langen Stollen wird dieses Kraftwerk mit Wasser versorgt. Die zwei Francisspiralturbinen mit einer Leistung von jeweils 490 Kilowatt verrichten seit über 100 Jahren zuverlässig ihren Dienst. Die Zwei-Phasen-Synchrongenaratoren – ebenfalls Baujahr 1911 – hat ENSO 2012 ausgetauscht. Sie sorgen für die Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie. Über eine Natursteinkaskade fließt das überschüssige Wasser ab.

Staumauer Klingenberg

Diese Staumauer gehört zur Talsperre Klingenberg, an der sich auch ein ENSO-Wasserkraftwerk befindet.

Am Fuße der Talsperre Klingenberg betreibt ENSO ein Speicherwasserkraftwerk. Das bedeutet, dass Wasser eines Flusses künstlich angestaut wird. Diese Wasserspeicherung dient primär der Trinkwassererzeugung. Die Energie des abfließenden Wassers wird zur Stromerzeugung genutzt.

Seit 1914 liefert unser Kraftwerk am Fuße der Staumauer Strom. Die Leistung der beiden Francisspiralturbinen beträgt jeweils 400 Kilowatt. 2014/15 erfolgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Unter anderem wurden die Steuer- und Leittechnik, die Druckrohrleitungen sowie Generator und Transformator erneuert.

Nur eine der historischen Turbinen erzeugt zukünftig Strom, die zweite bleibt als Museumsstück erhalten. Nach Abschluss dieser Baumaßnahmen ist jetzt auch das letzte der sechs ENSO-Wasserkraftwerke fit für die Zukunft.

Auch zu den anderen vier unserer Wasserkraftwerke entlang des ENSO-Energie-Erlebnispfades gibt es Wissenswertes zu berichten. Darunter das Wasserkraftwerk Tharandt, das 1926 erstmalig in Betrieb ging. Im selben Jahr wie das Kraftwerk Klingenberg begann das Wasserkraftwerk Malter – ebenfalls ein Speicherwasserkraftwerk – mit der Erzeugung regenerativer Energie.

Die Turbinen unseres jüngsten WKW an der Talsperre Lehnmühle drehen sich seit 50 Jahren. Auf Grund der Schäden durch das Hochwasser 2002 wurde das Wasserkraftwerk Seifersdorf 2004 komplett neu errichtet.

Zusätzlich liefert hier eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage grünen Strom. Zusammen erzeugen die sechs Wasserkraftwerke zehn bis zwölf Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Schutzhütte

Am neuen Standort Pferdedump wurde diese Schutzhütte auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad Ende vorigen Jahres errichtet.

In unserem Blog haben wir bereits über die wunderschöne Landschaft und Wandermöglichkeiten entlang des ENSO-Energie-Erlebnispfades berichtet. Inzwischen können Sie auch wieder in einer Schutzhütte rasten. Am neuen Standort Pferdedump nahe der Arthur-Lohse-Brücke wurde sie Ende letzten Jahres errichtet. Die alte hatte das Hochwasser 2013 zerstört.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass am kommenden Samstag die Sonne scheint und viele Besucher zu unserem Wasserkraftwerk in den Rabenauer Grund kommen.

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