Trinkwasserschutz: ENSO tauscht Trafos aus

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Wasser

Erfrischend und gesund – sauberes Trinkwasser. Foto: Günter Havlena / pixelio.de

In Sachsen gibt es nach Angaben des Umweltministeriums 435 Trinkwasser- und vier Heilquellenschutzgebiete (Stand 31.12.2012). Sie erstrecken sich über eine Gesamtfläche von rund 1.450 Quadratkilometern. Die 144 Wasserschutzgebiete im ostsächsischen Raum nehmen ein Areal von 375,5 km² ein.

Unser Trinkwasser wird aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen. Deshalb ist es wichtig, Flüsse, Seen, Bäche und das Erdreich vor Verunreinigungen zu bewahren. Das betrifft Sie, mich, unsere Familien, Freunde, Nachbarn, aber auch Kommunen, Einrichtungen und Unternehmen – wie ENSO.

Seit 1990 haben die Behörden eine Vielzahl von Wassergewinnungsanlagen stillgelegt und die dazugehörigen Wasserschutzgebiete aufgehoben. Gründe dafür sind der extreme Rückgang des Wasserverbrauchs, eine Bewertung der Anlagen im Hinblick auf ihre Schutzwürdigkeit und betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte.

Schild

Schilder wie dieses machen auf Wasserschutzgebiete aufmerksam.

Damit verringerte sich dem Ministerium zufolge die Anzahl der Wasserschutzgebiete seit 1990 um rund 81 Prozent und ihre Fläche um etwa 46 Prozent. Ein Grund mehr, besonders sorgsam damit umzugehen.

Wie der Natur-, Emissions- oder Lärmschutz gehört der Gewässerschutz zu den wichtigsten Anliegen unseres betrieblichen Umweltmanagements. Jahr für Jahr wenden wir erhebliche Summen auf, damit unsere technischen Anlagen, Gebäude und Grundstücke allen Erfordernissen des Umweltschutzes gerecht werden.

Ein Beispiel sind unsere Umspannstationen. Dort, wo sie sich in oder nahe Trinkwasserschutzzonen befinden, ersetzen wir die herkömmlichen Öltrafos durch sogenannte Midel(sprich: Meidel)-Trafos.

Die Transformatoren in den Stationen enthalten beträchtliche Mengen an Mineralöl. Es sorgt für die elektrische Isolierung der Spulen und für die Kühlung der Anlage. Spezielle Auffangwannen unter den Trafos sollen verhindern, dass bei Havarien Isolieröl im Boden versickert.

Midel-Transformator

Ein Midel-Transformator enthält als Isoliermittel kein Mineralöl, sondern eine umweltverträgliche synthetische Flüssigkeit.

In Midel-Trafos kommt ein Isoliermittel auf Ester-Basis zum Einsatz, das leicht biologisch abbaubar ist und vom Umweltbundesamt als nicht wassergefährdend eingestuft wurde.

Die synthetische Flüssigkeit hat allerdings ihren Preis. Midel-Trafos sind etwa ein Viertel teurer als Öltrafos. Dass wir solche zusätzlichen Ausgaben nicht scheuen, wissen meine Partner, die Naturschutzbehörden in Ostsachsen, zu schätzen.

Mit ihnen arbeite ich als Umweltschutzbeauftragter bei ENSO seit Jahren eng und vertrauensvoll zusammen. Im Laufe der nächsten zwei Jahren schließen wir den Austausch unserer Transformatoren in oder nahe der Trinkwasserschutzzonen ab.

Veröffentlicht von Detlef Doege am 28. März 2014 14:53 in Energie, Umwelt

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