Tipps für Ihre Wohnzimmerbeleuchtung – Teil 1

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Daniela Schär, Geschäftsführerin des Lampenfachgeschäftes LightingDeluxe in Dresden

An kalten Tagen gibt es für mich nichts Schöneres, als es mir zu Hause auf dem Sofa so richtig gemütlich zu machen. Licht spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie wir unser Zuhause empfinden. Denn neben der Raumgestaltung und dem persönlichen Einrichtungsstil prägt vor allem die Art und Weise der Beleuchtung die Raumatmosphäre.

Mit meinem Beitrag möchte ich Ihnen Anregungen und ganz praktische Tipps für die Lichtgestaltung im Wohnzimmer geben. Selbst wenn Ihre Räume unvorteilhaft proportioniert sind, können Sie die Raumwirkung mit Hilfe von Licht positiv verändern.

 

Mittelpunkt des Familienlebens

Im Wohnzimmer geben unterschiedliche Lichtquellen Orientierung, unterstützten spezielle Sehaufgaben und schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Foto: www.licht.de

Gerade das Wohnzimmer stellt erhebliche Anforderungen an die Beleuchtung: Hier lesen wir, sehen fern, kommen zu Spielabenden zusammen, treffen uns zu den Mahlzeiten am Esstisch, feiern Geburtstage, erledigen aber auch unsere Steuererklärung oder basteln mit den Kindern.

Für all diese unterschiedlichen Tätigkeiten soll das Licht ein angemessenes Maß an Helligkeit bieten, ohne dabei die anwesenden Personen zu blenden oder sie durch störende Schattenwürfe zu behindern. Eine einzelne Leuchte an der Decke wird all dem kaum gerecht.

Raum-, Zonen- und Akzentbeleuchtung

Wer seine Wohnzimmerbeleuchtung überdenken oder neu gestalten will, sollte sich über die unterschiedlichen Arten der Beleuchtungen bewusst werden. Der Sicherheit und Orientierung im Raum dient die allgemeine Raumbeleuchtung. Hierfür wird direktes und/oder indirektes Licht verwendet. Bei einer direkten Grundbeleuchtung durch eine zentrale Deckenleuchte oder mehrere Deckeneinbauleuchten empfiehlt es sich, ausschließlich dimmbare Leuchtenmodelle zu verwenden. Mit ihnen lässt sich jedes beliebige Lichtambiente verwirklichen – vom sachlich-brillanten Licht für Konzentrationsarbeiten bis hin zum warmen, gedämpften Licht für romantische Abende zu zweit.

In Wohnzimmern mit hohen Decken sollten Sie Pendelleuchten den Vorzug geben, da mit wachsender Distanz zur Lichtquelle auch die Helligkeit abnimmt. Dieser Verlust ließe sich andernfalls nur durch mehr beziehungsweise leistungsstärkere Leuchtmittel kompensieren – beides verursacht aber höhere Stromkosten.

Für die Allgemeinbeleuchtung im Wohnzimmer kann alternativ auch direktes Licht gen Wand und/oder Decke strahlen, sodass der Raum gleichmäßig und sanft erleuchtet wird. Die meisten Menschen empfinden diese Art der indirekten Beleuchtung ohnehin als besonders angenehm.

Eine Stehleuchte vor der Bücherwand taucht den Lesesessel in gemütliches Licht und erleichtert die Sehaufgabe. Foto: www.licht.de

Die Zonen- oder auch Platzbeleuchtung gliedert einen Raum übersichtlich in mehrere Bereiche. Im Falle des Wohnzimmers in Sitzecke, Fernsehbereich, Essbereich, Leseecke oder auch den heimischen Arbeitsplatz. Idealerweise verfügen die einzelnen Zonen über eigene Leuchten, die ergänzend zur Grundbeleuchtung zugeschaltet werden. Sie versorgen den Bereich mit optimalem, für die jeweiligen Sehaufgaben angemessenem Licht.

Schließlich bietet sich die Akzentbeleuchtung an, wenn Sie Kunstobjekte oder besondere Architekturelemente wie zum Beispiel Rundbögen und Säulen mit Spots oder Downlights betonen wollen. Für Gemälde und Kunstdrucke sind spezielle Bilderleuchten die beste Wahl.

Welche Leuchtmittel sind energieeffizient?

Wenn eine optimale und zugleich schöne Beleuchtung im Wohnzimmer nur durch mehrere Leuchten erzielt werden kann, stellt sich schnell die Frage nach energieeffizienten Leuchtmitteln. Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen lässt sich mit Halogen-, Energiespar-, und Kompaktleuchtstofflampen oder mit LEDs deutlich Strom sparen: mit Halogenlampen etwa 25 Prozent, mit Energiesparlampen zirka 80 Prozent und mit LEDs sogar 90 Prozent. Mittlerweile ist die Technik dieser Leuchtmittel sehr weit ausgereift, so dass sie der Glühbirne hinsichtlich Formvielfalt, Helligkeit und Lichtfarbe (dazu im 2. Teil mehr) in Nichts nachstehen.

Dennoch gibt es Unterschiede: Halogenlampen lassen Farben in ihrer Natürlichkeit erstrahlen, während das Licht von LEDs und Energiesparlampen insbesondere Rottöne verfremdet. Falls Sie eine Wand Ihres Wohnzimmers in temperamentvollem Rot gestrichen haben oder pinkfarbene Wohnaccessoires lieben, sollten Sie bei der Allgemeinbeleuchtung lieber auf Halogen- oder Kompaktleuchtstofflampen setzen. Diese und LED-Lampen sind aufgrund ihres hellen und brillanten Lichtes aber auch gut für die direkte Platzbeleuchtung oder als Schreibtischlampe geeignet.

Energieeffiziente Lampen sparen Strom und senken CO2-Emissionen. Foto: Osram

 

Energiesparlampen mit hoher Leistung und sehr guter Lichtqualität eignen sich gut für die Grundbeleuchtung. Gerade wer einen Kronleuchter sein Eigen nennt, wird das Einsparpotenzial schnell zu schätzen wissen. Dekorative Lampen zur indirekten Beleuchtung können ebenfalls mit Energiesparlampen bestückt werden. Da sie oft über Stunden brennen, rechnet sich ihr Einsatz hier besonders.

Auch beim Lampenkauf gilt: Testen Sie die Leuchtmittel vor dem Kauf im Geschäft. Denn trotz identischer lichttechnischer Kennwerte fällt die Lichtqualität von Modell zu Modell unterschiedlich aus. Bedenken Sie außerdem, dass Wände und Böden in dunklen Farbtönen das Licht stärker absorbieren. In diesem Fall sollten Sie Leuchtmittel mit höherer Leistung bevorzugen, Verwenden Sie anstatt einer Energiesparlampe mit 18 Watt lieber eine mit 23 Watt oder mehr.

Haben Sie Fragen an mich? Ich stehe Ihnen gern zur Verfügung.

Veröffentlicht von Gastautor am 23. Januar 2013 14:39 in Energie, Spartipps, Wissen

Kommentare

2 Reaktionen zu “Tipps für Ihre Wohnzimmerbeleuchtung – Teil 1”
  • Von Lampen

    Super Infos! Ich habe sowas nur mit LED Lampen ausprobiert und habe einen super Ergebnis. Die LED Lampen sind sehr günstig, um Akzente zu setzen. Der Preisleistungsverhältnis ist auch super. Antworten

    • Von Claudia Weinhold

      Vielen Dank fürs Lob. Da wird sich unsere Gastautorin, Daniela Schär, freuen. Wir leiten es auf jeden Fall an sie weiter.

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