Testpersonen fürs StromTicket gesucht

E-Mobil-Testaktion

Wir suchen Sie als StromTicket-Tester! Jetzt bewerben unter www.enso.de/testaktion.

Fahren Sie täglich mit dem Auto zur Arbeit? Vielleicht eine Gesamtstrecke von 40 Kilometern und mehr? Steigen Sie dabei sogar auf Bahn oder Bus um und nutzen „Park & Ride“? Und würden Sie gern Fahrtkosten sparen? Dann wäre der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug eine Alternative.

Probieren Sie es einfach aus – tauschen Sie Ihr Auto eine Woche lang gegen einen Elektroflitzer. Das „Tankgeld“ übernehmen wir.

Mein Weg zur Arbeit ist genau 8,8 km lang. Ich absolviere ihn in unserer Familienkutsche. Am Stadtrand von Dresden steigen wir morgens zu viert ins Auto. Zuerst setzen wir die Kinder in der Schule ab, dann geht es weiter zum City Center am Hauptbahnhof, wo ich in der ENSO-Hauptverwaltung arbeite. Den Rest des Weges hat mein Mann den fahrbaren Untersatz für sich allein.

Über 60 Prozent aller sächsischen Erwerbstätigen machen es so wie wir: Sie fahren mit ihrem eigenen Pkw zur Arbeit. Auch was die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeit angeht, sind wir Durchschnitt – etwa 56 Prozent aller Sachsen legen zwischen Wohn- und Arbeitsort weniger als zehn Kilometer zurück. Das hat das Statistische Landesamt Sachsen ermittelt.

Bundesstraße

Für Bewohner kleinerer Ortschaften ist der Arbeitsweg häufig länger als für Städter. Foto: Rudolpho Duba/pixelio.de

In kleineren Gemeinden zeigt sich ein anderes Bild. Hier fährt immerhin jeder fünfte Bewohner täglich mindestens 25 Kilometer mit dem Auto, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen. In Großstädten ist dieser Anteil nur etwa halb so groß.

Finden Sie sich wieder? Gehören Sie zu dieser Gruppe der Berufspendler? Dann dürften Sie nicht nur daran interessiert sein, schnell zur Arbeit und wieder nach Hause zu Ihren Lieben zu gelangen, sondern diesen Weg auch kostengünstig und umweltfreundlich zurück zu legen.

Mit einem Elektroauto ließe sich ordentlich Tankgeld sparen. Statt mit Benzin oder Diesel füttern Sie den vierrädrigen Flitzer mit umweltfreundlichem Strom. Finden Sie heraus, ob das eine Alternative ist, die sich für Sie im Alltag bewährt. Wir suchen Sie als Testperson!

Eine Woche lang kostenlos Elektroauto fahren und das StromTicket testen.

Vom 18. Oktober bis Mitte Dezember stellen wir wochenweise Mitsubishi i-MiEVs aus dem ENSO-Fuhrpark zur Verfügung, die Sie für alle anfallenden Wege – zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Wochenendausflug – nutzen können. Je weiter sie damit fahren, umso besser. Denn das bedeutet: Sie müssen immer wieder Strom tanken.

ENSO-Stromtankstelle-Tharandt

Der Bahnhof Tharandt ist ein idealer Umsteigepunkt. Hier können Sie das Elektroauto parken und nebenbei Stromtanken.

Am besten wäre es, wenn Sie dafür eine der öffentlichen Ladesäulen in Dresden, Glashütte, Großenhain, Radeberg, dem Kurort Rathen oder Tharandt nutzen. Vielleicht wohnen oder arbeiten Sie in der Nähe oder haben die Möglichkeit, dort Ihr Auto zwischenzuparken, weil Sie mit Bahn oder Bus weiterfahren?

Diese Stromtankstellen werden aktuell mit einem neuen Zugangs- und Abrechnungssystem ausgerüstet. Die Zeiten, in denen eine PIN-Karte mit aufgespeichertem Guthaben nötig war, um den Batterien wieder Saft zu geben, sind vorbei. Die Zukunft heißt: barrierefreier Zugang zu allen Ladesäulen in Ostsachsen – unabhängig, welches Unternehmen sie betreibt. Wie das gehen soll? „StromTicket“ heißt das Zauberwort. Mehrere Partner in der Modellregion Elektromobilität Sachsen , zu denen ENSO gehört, haben es entwickelt.

StromTicket-Logo

Das StromTicket ist die bequeme App zum Stromtanken

Was Sie dafür brauchen, sind ein Smartphone und die Bereitschaft, sich einmalig als Nutzer zu registrieren. Dann können Sie bargeldlos und bequem an jeder Ladesäule, die in Ostsachsen zum StromTicket-Verbund  gehört, tanken. In der Testphase übernehmen wir die Kosten für Sie! Im Gegenzug bitten wir Sie darum, Ihre Erkenntnisse mit uns und anderen ENSO-Kunden zu teilen.

Wollen Sie mehr zur Aktion erfahren und sich als Tester bewerben, dann schauen Sie sich auf www.enso.de/testaktion um. Ihre Fragen können Sie mir auch gern hier im Blog stellen.

Ich bin gespannt, auf die Erfahrungen, die Sie – oder Sie – mit Elektroauto und StromTicket sammeln. Ich selber komme leider nicht als Tester in Frage: Bei meinem Arbeitsweg unter zehn Kilometern käme der i-MiEV fast die ganze Woche ohne Tanken aus.

Veröffentlicht von Claudia Weinhold am 13. September 2013 15:33 in Elektromobilität, Energie

Kommentare

11 Reaktionen zu “Testpersonen fürs StromTicket gesucht”
  • Von Arne

    Hallo Frau Weinhold,

    als (einziger?) Nutzer der Radeberger Ladesäule habe ich gestern Ihren Brief erhalten, wo Sie das Stromticket anbieten. Bisher habe ich diese Säule genutzt, wenn ich z.B. 200m entfernt in der Schule war, einfach damit die Säule auch mal benutzt wird und es gab den Strom sogar bisher umsonst (Ersparnis in der Regel um die 4..5 kWh = 1..1,25 EUR).
    Nach dem von Ihnen nunmehr aufgerufenen Tarifen ist eine weitere Nutzung der Säule für die meisten theoretischen Nutzer unsinnig geworden. Dazu meine Erläuterungen:
    - Tarif ist bei bester (d.h. günstigster) Ausnutzung rund 2.5x teurer als Haushaltsstrom
    - die Ladesäule bietet keinen Vorteil (mehr), wie günstiger tanken oder schneller tanken (Chademo Schnelladesystem nicht vorhanden)
    - die Fahrten mit dem "e-Flitz" (mein C-Zero) erstrecken sich immer im Umland, da ja Zweitfahrzeug - es gibt also keine Veranlassung (mehr) eine ENSO/Stromticket Ladesäule aufzusuchen.
    - für Pendler z.B. müßte die in Bahnhofsnähe stehen und würde dann aber pro Fahrzeug i.d.R. >8h blockiert, auch wenn nur 1h-Ticket genutzt würde
    - Stromticket Säulen würde ich erwarten:
    * in Einkaufszentren
    * an Autobahnen (aber nur mit Chademo sinnvoll !!), dann aber in solchen Äbständen, das man nicht Gefahr läuft liegen zu bleiben (d.h. ~70km)
    * mit Preisen für normales d.h. langsames Tanken knapp unter dem Haushaltstarif
    * bei Schnellladestationen gern auch darüber, da habe ich ja auch einen Vorteil davon
    * mit einem Typ 1 Stecker, das mit das mühevolle Abbauen und Ein-/Auspacken meines 230V Ladekabel samt "Ziegelstein" erspart

    Es wird also von Ihnen der Trend zum Selbstladen an der Haushaltsteckdose gestärkt, was eigentlich gegen Ihre Interessen sein sollte. U.u. verkaufen Sie nicht mal den Strom dann direkt an diese Kunden, sondern über Händler a'la Yello und Co.

    Das Modell mit den Stundentarifen sollte neben dem Preis auch noch mal überdacht werden. Ich lade in der Regel immer voll, das würde bei Ihnen nicht gehen - oder ich würde sehr wahrscheinlich viel mehr Zeit buchen, als eigentlich der restliche Ladevorgang erfordert. Das treibt die Wirtschaftlichkeit stark ins Minus:
    Rechenbeispiel an Hand C-Zero:
    100km sind für rund 2.80..3.00 EUR (Haushalttarif) zu haben = 2 Liter Diesel
    Ihr Tarif 2h zu 3.50 EUR läd in der Zeit rund 6kWh, d.h. 100km kosten dann run 6.50 .. 7EUR = 5Liter Diesel.
    Da fahr ich dann doch lieber einen "warmen" Kleinwagen Diesel, der normal gefahren unter 5Liter nehmen sollte und in der Anschaffung deutlich günstiger ist.

    Das Argument, das sich die Investitionen in die Säulen mit amortisieren müssen, zieht nur bedingt, da diese vom Projekt stark subventioniert wurden. Sie sollten ihren Fokus viel mehr darauf legen: wie bekomme ich die potentiellen Kunden an meine Ladesäule, welchen Mehrwert kann ich ihnen dazu bieten - gegen das heimische Laden an der Garagensteckdose. Von den noch selteneren vorbeifahrenden Elektro-Fernfahrern (der Ihren Preis ja akzeptieren muß) werden Sie kaum jemanden sehen.

    Ich freue mich auf eine rege Diskussion dazu!

    Mit freundlichen Grüßen aus Radeberg

    Arne Schiedt
    SCHIEDT Büro+Computer

    seit einem Jahr mit einem C-Zero bis zu 145km / Ladung unterwegs.



    Sie sehen, da ist noch ein wenig Verbesserungspotential... ;-) Antworten

    • Von Claudia Weinhold

      Ihr Kommentar hat mich erreicht, Herr Schiedt. Danke dafür. Da ich zwar die Testaktion organisiere, aber keine Fachfrau in Sachen Elektromobilität bin, nehme ich Ihre Hinweise mit zu meinen Kollegen. Bitte haben Sie ein wenig Geduld. Sie bekommen auf jeden Fall eine Antwort von mir!

  • Von Herr Lutzmann

    Sehr geehrte Frau Frau Weinhold,

    Ihre eingangs gestellten Fragen kann ich alle mit Ja beantworten, ich fahre täglich mehr als 40km,
    nutze auch den ÖPNV , will Fahrtkosten sparen und wohne auf dem Lande.
    Auch befindet sich eine Ladesäule (leider DREWAG) unmittelbar vor der Firma, in der ich arbeite.
    Der ideale StromTicket Tester ? Sicherlich …
    Aber an Ihrem Test werde ich trotzdem nicht teilnehmen - warum ?
    Eine Woche E-Auto fahren und die Kosten von der ENSO bezahlt bekommen, dazu das Auto gestellt … ?
    Trotzdem nicht – weil nach 1 Woche Begeisterung,, nach der Entscheidung sich danach ein E-Auto zuzulegen dann das traumatische, schreckhafte Erwachen kommt – in Form Ihrer (und der der DREWAG)
    Kostenübersicht der Ladesäulengebühren.
    (http://www.enso.de/enso/home.nsf/enso/Unternehmen/Umwelt_Mobilitaet_Elektroantrieb_StromTicket_Produkt-Preisuebersicht.html)
    (zahlen denn die TEIL-Auto Kollegen, die die Ladesäulen manchmal 24h blockieren auch diese Tarife ?)
    Nicht nur das E-Autos ist deutlich teuerer als ein Verbrenner, für den zu zahlenden Preis der Nutzung Ihrer Ladesäule könnte ich mir in 2 Minuten an meiner Tankstelle des Vertrauens 5 Liter Diesel kaufen und im Winter, gut beheizt über 100km mit meinem Dieselschweinchen fahren.
    Wo liegt dann der, von Ihnen propagierte, Kostenvorteil ????

    Über Ihre Preise wird die Elektromobilität nicht gefördert, sondern zumindest an den ENSO/DREWAG
    Säulen ausgebremst, so schön, wie auch immer Ihr „Lockangebot“ aussieht.
    Sie verlangen ein Smartphone um Ihre Säulen nutzen zu können, zuzüglich zu den hohen „Aufenthaltspreisen“ an Ihren Säulen trägt der Nutzer die Kommunikationskosten. Ihre Säule gibt aber
    Keine Quittung aus – was ist denn im Fall einer Reklamation – wo liegt die Beweispflicht ???
    Wie ich aus der Dresdener und Leipziger E-Autofahrerszene erfuhr, bin ich nicht der Einzige, der kein Smartphone sein Eigen nennt … , auch die Tarife werden hart „diskutiert“ …
    (http://www.elweb.de /Foren /Ladeinfrastruktur/ Beitrag vom 14.09.2013)
    Stellen Sie sich mal diesen Antritt zur Bezahlung an einer „normalen Verbrenner“ Tankstelle vor …

    Ich werde trotzdem weiter Elektroauto fahren, in meiner Familie werden 2 davon betrieben, an meiner
    (selbst finanzierten, nicht über Förderprojekte gesponsorten) Ladestelle mit ENSO Nachtstrom laden, und, wenn die Akkus geladen werden müssen „StromTicket“ Ladesäulen meiden.
    Es gibt Alternativen, das „Drehstromnetz“, „Park&Charge“ oder das „BHKW-Forum“, auch RWE hat
    Nach anfänglichen „Apothekenpreisen“ den Boden der Realität wiedergefunden.
    Fast jeder Gastwirt ist bereit, eine seiner Steckdose zur Verfügung zu stellen und die Ladezeit mit Mittagessen, Kaffee oder Eis zu überbrücken, der Strom kann dann über das Trinkgeld bezahlt werden und fällt gegenüber Schnitzel und (alkoholfreiem) Bier kaum ins Gewicht.
    Gut, daß es diese Erfahrungen aus der Anfangszeit der E-Mobilität gibt, - da gab es keine Ladersäulen, aber trotzdem wurde gefahren ...

    Strom muß und sollte bezahlt werden, aber die Art des Bezahlens soll einfach, praktikabel und preislich nachvollziehbar sein.
    Ich habe die ENSO/DREWAG Säulen sehr gern benutzt, über die Aufstellungsorte muß man auch reden,
    dazu gibt es aus den 90er Jahren Studien (La Rochelle – F), die heute noch Gültigkeit besitzen.
    Wenn dann Preis und Zugangsmöglichkeit akzeptabel sind, werden Ihre Säulen sicherlich Akzeptanz finden.

    Spannungsgeladene Grüße

    Herr Lutzmann
    Seit 1996 elektrisch unterwegs, 2x E-Auto je 110.000 km auf dem Tacho Antworten

  • Von Claudia Weinhold

    Hallo Herr Schiedt, da bin ich wieder - mit einer Fülle von Antworten. Los geht's.

    Die Beschaffung der Ladesäulen wurde über das Projekt „SaxMobility“ subventioniert. Da haben Sie Recht. Unsere Preiskalkulation berücksichtigt das auch. Das heißt: Der Anteil der Fördermittel ist aus den Kosten, die wir als Grundlage für die Preisfestsetzung betrachtet haben, herausgerechnet. Bleiben immer noch rund 4.000 Euro Fixkosten pro Ladesäule, die die ENSO NETZ GmbH mit Blick in die Zukunft wirtschaftlich betreiben möchte.

    Unser Ziel bis 2020 ist es, die Infrastruktur für das Betanken von Elektroautos in der Fläche so abzusichern, dass Elektromobilität überhaupt stattfinden kann. In unserer schönen Heimat Ostsachsen - einem eher ländlichen geprägten Gebiet – geht der Zuwachs von Elektroautos nur „schleppend“ voran. Das sieht in Großstädten wie München oder Berlin schon anders aus. Laut Zulassungsstelle Sachsen waren zum 01.01.2013 genau 87 Elektrofahrzeuge in den Landkreisen Bautzen, Dresden, Görlitz, Meißen und Pirna gemeldet. Auf diese Anzahl kommen derzeit 13 Ladesäulen.

    Von unseren Aktionen aus den letzten beiden Jahren wissen wir, dass 90 % aller Testfahrer die Möglichkeit haben, ihr Elektroauto an der heimischen Steckdose zu tanken. Das deckt sich mit deutschlandweiten Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass künftig maximal 10 % aller Tankvorgänge im öffentlichen Raum stattfinden - und durch den Kauf eines StromTickets zur Refinanzierung der Ladeinfrastruktur beitragen.

    Wir verfolgen tatsächlich nicht die Absicht, das Stromtanken von zu Hause in den öffentlichen Raum zu verlagern. Vielmehr geht es uns darum, Besitzern von Elektrofahrzeugen – wie Ihnen – so viel Flexibilität zu gewährleisten, dass die „Stromer“ bei längeren Fahrstrecken unterwegs aufgeladen werden können.

    Was wir ermöglichen und unterstützen wollen, ist das spontane Tanken – ohne Grundpreis. Das neue Zugangs- und Abrechnungssystem ist dasjenige Bezahlsystem mit den geringsten Fixkosten. Es wirkt sich also begünstigend auf den Ticketpreis aus.

    Ein weiterer Aspekt, den Sie ansprechen, ist der Preisvorteil gegenüber konventionellen Kraftstoffen. Hier verfolgen wir den Ansatz, dass das Betanken eines Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule preislich in die Nähe eines effizienten Dieselfahrzeuges kommt. Deutlich günstiger ist das Aufladen zu Hause. Keine Frage.

    Zum Thema Steckertyp: In Deutschland hat sich als Standard der Typ-2-Stecker durchgesetzt. Unsere Ladesäulen sind – auch unter Kostengesichtspunkten – mit diesem Ladesystem ausgerüstet. Jede Sonderlösung verteuert die Infrastruktur. Das ist nicht in unserem und vermutlich auch nicht in Ihrem Sinne.

    Sie haben auch den Punkt angesprochen, dass mit dem neuen System Ladepunkte blockiert werden, beispielsweise wenn jemand sein Auto am Bahnhof 8 Stunden stehen lässt, aber nur eine Stunde Ladezeit bucht. Technisch ist das Problem bereits gelöst: Sobald der Tankvorgang beendet ist, kann der Stecker an der Ladesäule gezogen werden und der Ladepunkt ist wieder freigegeben. Praktisch sehen wir hier aber ohnehin kein Problem: Aufgrund der (noch) geringen Verbreitung von Elektrofahrzeugen dürfte es bei vier Ladepunkten pro Ladesäule keinen „Stau“ beim Betanken geben.

    Soweit für heute, Herr Schiedt. Meine Kollegen und ich hoffen, dass Sie trotz aller Stolpersteine wie wir ein Fan der Elektromobilität bleiben. Berichten Sie uns weiter über Ihre Erfahrungen und Gedanken. Und ja: Es gibt noch Verbesserungspotenzial. Darüber sind wir uns im Klaren. Wir sehen uns hier mit Ihnen gemeinsam als Testpiloten.

    @Herr Lutzmann: Ihre Anmerkungen zielen in eine ganz ähnliche Richtung wie die von Herrn Schiedt. Zu den Fragen, die im Moment unbeantwortet geblieben sind, werde ich mich morgen wieder melden.

    Beste Grüße

    Claudia Weinhold Antworten

  • Von Claudia Weinhold

    Hallo Herr Lutzmann,

    auch an Sie ein Dankeschön für den ausführlichen Kommentar.

    Zum Thema Ticketpreis habe ich unsere Argumentation in meiner Antwort an Herrn Schiedt bereits vorgetragen. Um das Stichwort noch einmal aufzugreifen: Der von mir erwähnte Kostenvorteil beim Tanken von Strom gegenüber dem Tanken von konventionellen Kraftstoffen ist in jedem Fall vorhanden – beim Aufladen an der heimischen Steckdose. Und von dieser Möglichkeit machen, wie gesagt, die meisten Elektroautofahrer auch Gebrauch. Sie berichten es selbst!

    Berndt Schlüter bringt es in dem Forumsbeitrag zur Sächsischen Infrastruktur, den Sie angeführt haben, aus meiner Sicht gut auf den Punkt. Er schreibt: „Das Laden außerhalb (des eigenen Zuhauses) wird die Ausnahme bleiben…“ So sehen wir das auch. Das regelmäßige Tanken sichern Sie an der heimischen Steckdose ab, die öffentlichen Ladesäulen bieten Ihnen zusätzliche Flexibilität bei längeren Strecken.

    Zu Ihren anderen Fragen und Anmerkungen:

    Smartphone
    Am komfortabelsten funktioniert die Abwicklung über eine App oder die mobile Webseite auf dem Smartphone. Alternativ besteht die Möglichkeit, die SMS-Funktion über ein „normales“ Handy zu nutzen. Smartphone ist also keine Pflicht, macht aber das Handling deutlich bequemer.

    Reklamationsfall
    Sind Sie einmal für das StromTicket registriert, wird ein Nutzerkonto für Sie angelegt. Über dieses Portal haben Sie jederzeit Zugriff auf Ihre Buchungen; alle Vorgänge werden lückenlos dokumentiert, so dass Störungen nachvollziehbar sind. Die einzelnen Bestellvorgänge können Sie bei Bedarf auch ausdrucken.

    Abgewickelt werden die Zahlungsvorgänge über einen seriösen Finanzdienstleister - die LogPay Finanzial Services GmbH, eine Tochter der DVB Bank SE, welche auf Verkehrsfinanzierung spezialisiert ist. Diese Bank ist Ihr Ansprechpartner für alle Fragen zum Zahlungsverkehr.

    Standortauswahl
    Die Entscheidung, an welchem Ort eine Ladesäule aufgestellt werden soll, haben wir uns nicht leicht gemacht. Hier sind viele verschiedene Kriterien in die Betrachtung eingeflossen, zum Beispiel: Bevölkerungsdichte, Anbindung an den ÖPNV, touristische Attraktivität und so weiter. Da die Ladesäulen nicht auf Grundstücken der ENSO NETZ GmbH, sondern im öffentlichen Raum stehen, findet die Standortauswahl immer auch in Abstimmung mit den Kommunen statt.

    Ich wünsche Ihnen allzeit unfallfreie Fahrt mit Ihren beiden „Stromern“ und freue mich, wenn Sie uns weiter über Ihre Erfahrungen berichten. Antworten

  • Von Joe-Hotzi

    Auch ich habe mehrmals an den enso-Ladesäulen in Tharandt und Dresden geladen. Anfangs mit Schuko, nachdem ich mir einen Adapter CEE->Typ2 gebaut habe aber auch mit Drehstrom. Denn wenn ich unterwegs bin, will ich i.d.R. schnell weiter. Ihr neues "StromTicket" spricht mich nicht nur nicht an, sondern ist für mich eher ein schlechtes Beispiel für durch Fördermittel entstandene Lösungen die keiner benötigt. Diesbezüglich hatte ich auch schon mit Hr. Dreuse Mailkontakt. Einige Aspekte will ich aber auch noch hier vorbringen:

    Dass die Stromkosten irgendwann die Infrastruktur zahlen soll ist nachvollziehbar. Auch wenn die Investitionen stark subventioniert waren. Aber der Preis, denn Sie zum Aufladen kalkulieren, ist inklusive der Abwicklungskosten, die Sie dem Nutzer ja zusätzlich zumuten, keinesfalls "preislich in die Nähe eines vergleichbaren Fahrzeuges mit konventionellem Kraftstoff", sondern deutlich darüber. Er bringt also weder einen Kostenvorteil gegenüber einem sparsamen Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, noch ist er gar ein Argument zur Anschaffung eines E-Fahrzeuges, was langfristig eines Ihrer Ziele sein sollte (?).

    Der Hinweis auf den Verzicht auf eine Grundgebühr ist eher das Eingeständnis des Scheiterns dieses "Gängel-Modells". Lediglich für regelmäßige Nutzer, in Kombination bspw. mit einer "Lade-FlatRate" und attraktiven Parkmöglichkeiten hat ein solches System überhaupt eine Chance auf Akzeptanz.
    Für den heutigen E-Mobilisten ist der Preis vieleicht nicht das Entscheidente wenn man außerhalb seines gewohnten Umfeldes nachlädt. Dann allerdings ist man unterwegs und sucht Ladepunkte, die zentral oder möglichst an den Reisestrecken liegen. Hier sind sie m.E. recht gut aufgestellt. Aber dann ist es mir wiederum unverständlich, dass nach dem Prospekt die Ladeleistung auf 11kW begrenzt ist. Auch wenn die 22kW-Lader im Smart ED kaum lieferbar sind - der Renault ZOE (43kW) zeigt ebenso wie der Tesla S, wohin die Entwicklung außerhalb der reinen Elektro-Stadtautos geht. Von CHAdeMo und CCS spreche ich da noch gar nicht.

    Beim Bezahlen wird beim StromTicket mit geringen Kosten argumentiert. Klar, sowohl das mobile Endgerät, als auch die Verbindungsentgelte zahlt man als Kunde ja zusätzlich. Ein Vergleich mit "HandyTicket" verbietet sich, da im Gegensatz zum Fahrscheinkauf keinerlei Alternativen bestehen. Da die Abrechnung an die "LogPay Financial Services GmbH" abgetreten wurde (die ja wohl auch eine Marge braucht), kann ich mir kaum vorstellen, dass es wirklich einfach und günstig funktioniert.

    Die Bezahlmöglichkeit offline per "Geldkarte" über den Bargeldchip auf (fast) jeder EC-Karte - das ist einfach und günstig! Denn bei diesem (gerade für Kleinstbeträge konzipiertem) System sind die Kosten deutlich geringer als die einer einzelnen SMS: Umsatz bis 5,00 €: 1 Cent, 5,01 € - 10,00 €: 2 Cent ...
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Geldkarte bzw. www.geldkarte.de
    Nicht nur, dass die Bezahlung offline, anonym und sicher erfolgt - den Geldkartenchip hat eigentlich jeder dabei, so dass er problemlos zur Autorisierung /Freischaltung der Ladestellen und zum Bezahlen genutzt werden kann. Infrastruktur wie ein Parkscheinautomat - inklusive Quittiermöglichkeit. Sie dagegen wollen nicht nur einen Großteil der notwendigen Komponenten in Form eines mobilen Endgerätes den Kunden aufbürden, sondern auch zusätzliche Übertragungskosten. Obenauf gibt es eine Abhängigkeit vom funktionierenden Handynetz /Internet. Eine evtl. gar steuerlich akzeptierte Abrechnung erhalte ich meines Wissens nach trotzdem nicht - was eigentlich jeder Parkscheinautomat schafft ...

    Selbst wenn das offene, unabhängige Offline-Zahlungssystem per Geldkarte keine Zustimmung findet: Warum muss es wieder ein eigenes, separates Zugangs- und Zahlungssystem in Sachsen sein? Ich kenne die Betreiberkosten für ladenetz.de nicht im Detail. Auch wenn hier einige 230V/16A Ladestellen gelistet sind: Als Zusammenschluss vieler (nicht nur) Stadtwerke zu einem einheitlichen Gesamtsystem schien es mir ein aussichtsreicher Kandidat für ein einheitliches Zusammenwirken als Gegenpol zum "Branchenriesen" RWE. Ich mag RWE nicht sonderlich, aber "RWE ePOWER SMS" ist relativ einfach in der Abwicklung, preiswerter und bietet 2x22kW je Ladesäule. Ich hoffe, dass die Sonderwege und "Neuentwicklungen" nicht vor allem auf die Fördergelder für die "Modellregion Elektromobilität Sachsen" zurückzuführen sind.

    Mit freundlichen Grüßen Antworten

    • Von Claudia Weinhold

      Danke auch für Ihren Kommentar, Joe-Hotzi. Zu vielen Punkten habe ich mich schon geäußert. Sie sprechen aber einige zusätzliche Stichworte an, auf die ich Ihnen gern eine Antwort
      geben möchte:

      1. Begrenzte Ladeleistung auf 11 kW
      Sie weisen selbst auf den Sachverhalt hin: Die Fahrzeugtechnologie ist bisher nicht soweit voran geschritten, dass für uns als Ladesäulenbetreiber absehbar wäre, welche Ladesysteme sich in Zukunft durchsetzen. Erste Fahrzeuge wie der Renault ZOE - ausgestattet mit Schnellladetechnik - sind seit kurzem auf dem Markt. Ob sich das System bewährt, ist ungewiss.

      Insofern macht es aus unserer Sicht wenig Sinn, mit der Ladeinfrastruktur in Vorleistung zu gehen und die Tanksäulen mit zusätzlicher Technik auszurüsten. Die Mehrkosten hätten höhere Nutzungsgebühren zur Folge. Lieber beobachten wir, wie sich der Markt entwickelt und rüsten die Ladesäulen bei Bedarf nach.

      2. Steuerlich akzeptierte Abrechnung
      Das StromTicket-System erfüllt alle Anforderungen, die an die Abrechnung von Kleinstbeträgen gestellt wird. Die "Tankgebühren" können Sie also bei Bedarf steuerlich absetzen. Dafür drucken Sie bitte im Kundenportal den bzw. die entsprechenden Vorgänge aus.

      3. StromTicket-Technologie als eigenes System für Sachsen
      Im Zuge des "Modellprojektes Elektromobilität" sind in Deutschland zehn verschiedene Projekte mit eigenen Zugangs- und Abrechnungssystemen ins Rennen gegangen. Der Wettbewerb um die Technologien ist gewollt. Wir befinden uns nach wie vor in einer Pilotphase.

      Das Ziel aller beteiligter Projektpartner - von Universitäten über Ingenieurbüros bis zu Unternehmen wie ENSO - ist es, die unterschiedlichen Ansätze zu erproben, so dass sich am Ende die Systeme mit dem größten Potenzial und der besten Akzeptanz heraus kristallisieren. Insofern handelt es sich tatsächlich um eine, wenn Sie so wollen, eigene Technologie für Sachsen.

      Viele Punkte sprechen für das HandyTicket-System. Nachteile gibt es auch. Ohne Frage. Wir haben zusammen mit unseren Projektpartnern in Sachsen alles "Für und Wider" sorgfältig gegeneinander abgewogen - aus Unternehmens- und aus Kundensicht.

      Die Zukunft wird zeigen, wo die Reise hin geht. Oder, wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel.

      Beste Grüße

      Claudia Weinhold

  • Von Matthias

    Hallo Frau Weinhold,

    bitte sehen Sie mir nach, wenn ich den Blog zu diesem Zweck ein bisschen umfunktioniere. Es geht auch ganz schnell. Ich habe mich für die StromTicket-Testaktion als Testperson gemeldet und bisher noch nichts von ENSO gehört. Kann ich deshalb davon ausgehen, dass ich nicht unter den ausgewählten Tespersonen bin oder sind die Informationen noch nicht versandt worden?

    Vielen Dank!

    Mit sonnigen Grüßen,
    Matthias R. Antworten

    • Von Claudia Weinhold

      Das ist kein Problem - in meinem Beitrag ging es ursprünglich ja um die Testaktion. Also ist Ihre Frage hier ganz richtig. : )

      Wir haben eine Vorauswahl getroffen, sind aber noch nicht ganz "durch". Ich melde mich per Mail bis Freitag bei Ihnen und allen anderen Interessenten.

      Bis dahin - beste Grüße.

  • Von Joe-Hotzi

    Sehr geehrte Frau Weinhold,
    natürlich ist es Ihre Aufgabe, die Firmenpolitik der ENSO zu vertreten. Das sollte aber nicht dazu führen, dass Sie existente Anforderungen und Lösungen negieren.

    Warum Sie bei Ladeleistungen >11kW von "Die Fahrzeugtechnologie ist bisher nicht soweit voran geschritten" schreiben, erschließt sich mir nicht. Der angebotene Typ2-Anschluss (bis 43kW spezifiziert) erfordert lediglich eine ordentlich dimensionierte Zuleitung und Absicherung. Alles Andere enthält das Protokoll und die sowieso vorhandene Ladesäulentechnik - wo sehen Sie die Mehrkosten? Ich kann mein 18 Jahre altes E-Auto mit bis zu 15kW laden. Ach ja - der BMW i3 soll AC (Typ2) einphasig mit bis zu 20A laden. Er würde an Ihren Stromsäulen also von 4,6kW auf 3,6kW ausgebremst. Der Smart ED3 von 22kW auf 11kW. Die Beschränkung der Ladestromstärke betrifft also alle in Großserie aktuell in Deutschland gebauten Elektroautos ... Im früheren Antrag für die StromKarte fragte übrigens die ENSO die Ladeleistung mit bis zu 400V/64A (43kW) ab!

    In welchem der 10 konkurrierenden Modelle der Zugangs- und Abrechnungssysteme wird denn das für Kleinstbeträge schon eingeführte Geldkartenmodell erprobt? Gerade hinsichtlich Handhabung und Kosten sollte gerade ein älteres System doch einbezogen werden, um "am Ende die Systeme mit dem größten Potenzial und der besten Akzeptanz" zu erhalten? Leider bleiben Sie eine Aussage schuldig, dass Ihr neues System geringere Abwicklungskosten als die Nutzung der Geldkarte aufweist. Die Abwicklung über eine zusätzliche Gesellschaft spricht m.E. dagegen.

    In Ihrem Schlussabsatz: "Die Zukunft wird zeigen, wo die Reise hin geht. Oder, wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel." kann ich leider keine Berücksichtigung von Kundeninteressen, wohl aber die der " beteiligter Projektpartner" erkennen. Diese wurden wohl auch nicht in Entscheidungsprozesse zum neuen System eingebunden. MfG. Antworten

    • Von Claudia Weinhold

      Tut mir leid, Joe-Hotzi. Da muss ich passen. Ihre Anmerkungen gehen zu weit ins technische Detail, als dass ich sie Ihnen fundiert beantworten könnte. Mein Fachkollege Herr Wald ist im Moment im Urlaub. Vielleicht macht es mehr Sinn, wenn Sie sich nach seiner Rückkehr direkt mit ihm austauschen? Ich werde Ihnen per Mail die Kontaktdaten übersenden.

      Ein erholsames, nicht all zu verregnetes Wochenende für Sie.

  • Name*

  • E-Mail*