Tag der Erneuerbaren Energien: Im Zeichen von Sonne, Wind & Co.

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Der letzte Samstag im April steht seit 1996 im Zeichen der erneuerbaren Energien. Die Idee, die in der sächsischen Kleinstadt Oederan geboren wurde, hat sich längst bundesweit verbreitet. Mit dem Thema Elektromobilität ist am 28. April in Glashütte auch ENSO dabei.

An den 26. April 1986 kann ich mich noch gut erinnern. Eine reichliche Woche zuvor hatte ich meinen 25. Geburtstag gefeiert. Dann die Nachricht des Tages: Im weißrussischen Tschernobyl ist es in einem Atomkraftwerk zu einem Reaktorunfall gekommen. Sie verbreitete sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde erst nach und nach bekannt. Weltweit gedenken die Menschen jedes Jahr dieser Tragödie.

Solaranlagen auf Wohnblocks in Oederan, Foto: Stadtverwaltung

Solaranlagen auf Wohnblocks in Oederan, Foto: Stadtverwaltung

Zehn Jahre später lud die Stadtbau- und Wohnungsverwaltungs-gesellschaft Oederan mbH dazu ein, eine 700 Quadratmeter große Solaranlage zu besichtigen. 27 weitere Anlagenbetreiber in Sachsen schlossen sich an und präsentierten der Öffentlichkeit ihre zukunftsweisende Technik. Das Motto dieses Tages war bewusst gewählt: „Zehn Jahre nach Tschernobyl – es geht auch anders“.

Der Funke, der von der sächsischen Kleinstadt im Raum Freiberg mit ihren knapp 8.000 Einwohnern ausging, sprang rasch auf das ganze Bundesgebiet über. Die Anlagenzahl stieg von 28 im Startjahr 1996 auf über 1.000. Mittlerweile ist der Tag der Erneuerbaren Energien eine deutschlandweite Initiative. Sie verdeutlicht am Einzelbeispiel, wie Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme oder Biomasse erfolgreich genutzt werden.

Bis 2050 sollen 60 Prozent des Endenergieverbrauchs (Strom, Wärme, Kraftstoffe) in Deutschland aus den Erneuerbaren stammen. So sieht es das Energiekonzept der Bundesregierung vor. Einen Ausblick auf die Stromversorgung der Zukunft bietet dieser Film, auch wenn darin der im vergangenen Jahr beschlossene Atomausstieg noch nicht berücksichtigt ist.

Doch zurück in die Gegenwart. Der alljährliche Aktionstag Ende April richtet sich an Anlagenbetreiber, Bürgerinitiativen, Agenda- 21-Gruppen, Unternehmen – und natürlich an interessierte Besucher. Mehr erfahren Sie im Internet unter www.energietag.de.

Mit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März 2011 und der in Deutschland beschlossenen Energiewende hat diese Initiative noch an Bedeutung gewonnen. Unsere ganz private Energiewende vollzogen meine Familie und ich vor gut einem Jahr, als wir uns für eine Wärmepumpenanlage entschieden. Jetzt nutzen wir Erdwärme, um die eigenen vier Wände zu heizen, und sind damit mehr als zufrieden.

Ob Wärmepumpe, Solar-, Wind- und Wasserkraftanlage oder Holzheizung – der diesjährige 17. Tag der Erneuerbaren Energien bietet jedem die Möglichkeit, sich am praktischen Beispiel über Funktion, Wirkungsweise sowie Vor- und Nachteile zu informieren. Energieeffiziente Gebäude, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder Fahrzeuge mit alternativem Antrieb runden das Spektrum ab.

Bürgermeister Markus Dreßler (Mi.) mit den ENSO-Mitarbeitern Ralf Leukefeld und Ralph Buder (re.) bei der Einweihung der Stromtankstelle in Glashütte

Bürgermeister Markus Dreßler (Mi.) mit den ENSO-Mitarbeitern Ralf Leukefeld und Ralph Buder (re.) bei der Einweihung der Stromtankstelle in Glashütte

Und auch unser Unternehmen ist am 28. April dabei. Im osterzgebirgischen Glashütte betreiben wir seit August 2011 eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Insgesamt sind bereits sechs öffentliche Stromtankstellen in Ostsachsen in Betrieb. Der Strom dafür stammt aus erneuerbaren Energien.

Auf Initiative des Energie-Stammtischs Altenberg stehen zwischen 10 und 17 Uhr am Busbahnhof in Glashütte Experten vom Regionalen Solarverein Dresden, der Sächsischen Energie-Agentur SAENA, von ENSO sowie Fahrzeuganbieter Rede und Antwort zum Thema Elektromobilität. Schauen Sie doch mal vorbei!

 

Veröffentlicht von Sylvia Redlich am 17. April 2012 14:42 in Elektromobilität, Energie, Erneuerbare Energien

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