Stromverbrauch: Sachsen sind besonders sparsam

  • Beitrag abonnieren
  • Beitrag empfehlen 2
  • 0
ENSO-Steckerleiste

Schaltbare Steckerleisten sparen Strom. Wir verlosen drei Stück in diesem Beitrag.

Hätten Sie es gewusst? Wir Sachsen sind Deutschlands Stromsparfüchse. Wie eine aktuelle Erhebung des Vergleichsportals CHECK24 zeigt, kommen Vierpersonenhaushalte in unserem Freistaat mit durchschnittlich 4.112 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr aus. Das sind 590 kWh weniger als der bundesdeutsche Durchschnitt und macht uns zum sparsamsten Bundesland.

Damit das auch so bleibt, verlosen wir in diesem Blogbeitrag drei schaltbare Verteilersteckdosen. ;)

Am meisten Strom benötigen die Saarländer. Der Stromzähler einer vierköpfigen Familie zählte dort durchschnittlich 5.125 kWh pro Jahr. Ihr Bedarf ist damit um 25 Prozent höher als bei uns. Auch Nordrhein-Westfalen (4.906 kWh) und Rheinland-Pfalz (4.885 kWh) sind regelrechte Stromverschwender. Ihr Verbrauch liegt ebenfalls deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 4.702 kWh.

Stromverbrauch nach Bundesländern

Beim Stromverbrauch sind die Sachsen am sparsamsten. Quelle: Check24

Große regionale Unterschiede im Stromverbrauch

Erstaunt haben mich vor allem die großen regionalen Unterschiede. Kein ostdeutsches Bundesland verbraucht mehr Strom als der Bundesdurchschnitt. Im Gegenteil: Neben Sachsen glänzen Mecklenburg-Vorpommern (4.264 kWh), Berlin (4.378 kWh), Thüringen (4.411 kWh) und Brandenburg (4.485 kWh) mit Sparsamkeit. Sie führen das Stromspar-Ranking an.

Da überrascht es wenig, dass der typische Vierpersonenhaushalt in Ostdeutschland mit durchschnittlich 4.349 kWh acht Prozent weniger Strom verbraucht, als Familien in den alten Bundesländern. Dort lag der Durchschnittsverbrauch bei 4.752 kWh.

Je älter der Verbraucher, desto höher der Stromverbrauch

Neben der Herkunft scheint auch das Alter der Verbraucher einen Einfluss auf den Stromverbrauch zu haben. In den untersuchten Einpersonenhaushalten war der Bedarf umso höher, je älter die darin lebende Person war.

Stromverbrauch-Altersgruppen

Je älter die Verbraucher sind, desto höher ist der durchschnittliche Stromverbrauch. Quelle: Check24

Am meisten verbrauchen über 70-Jährige. Sie benötigten im Schnitt 2.099 kWh – 18 Prozent mehr als Personen bis 20 Jahre (1.778 kWh). Ein Grund dafür könnte sein, dass ältere Verbraucher wahrscheinlich mehr alte, stromfressende Elektrogeräte besitzen und mehr Zeit zu Hause verbringen.

Größerer Haushalt – geringerer Pro-Kopf-Verbrauch

Im Durchschnitt verbraucht ein Singlehaushalt in Deutschland 1.904 kWh Strom. Das entspricht knapp 60 Prozent der Strommenge eines Zweipersonen- (3.212 kWh), 47 Prozent eines Dreipersonen- (4.066 kWh) oder 40 Prozent eines Vierpersonenhaushaltes (4.702 kWh). Der Grundbedarf an Strom ist für einen Einpersonenhaushalt demnach verhältnismäßig hoch.

Stromverbrauch nach Haushaltsgröße

Mit steigender Haushaltsgröße reduziert sich der Pro-Kopf-Stromverbrauch. Quelle: Check24

Die Erklärung dafür ist einfach: Leben mehr Menschen in einer Wohnung, nutzen sie viele Stromverbraucher gemeinsam. Dazu zählt zum Beispiel der Kühlschrank, der Fernseher oder die Waschmaschine. Mit steigender Haushaltsgröße reduziert sich so der Pro-Kopf-Stromverbrauch.

Haben Sie einen ganz persönlichen Stromspartipp? Verraten Sie ihn mir doch unter diesem Beitrag. Unter allen Kommentatoren verlosen wir am 30. September 2016 drei schaltbare Steckerleisten.

Übrigens: Spitze sind wir Sachsen nicht nur beim Stromsparen. Mit 323 Kilogramm Müll pro Kopf wirft bundesweit auch niemand so wenig weg wie wir. Doch damit nicht genug: Jeder Sachse verbraucht pro Tag 86 Liter Wasser. Kein anderes Bundesland ist so sparsam. Hut ab!

Veröffentlicht von Matthias Queitsch am 9. September 2016 10:53 in Energie, Wissen
Abgelegt unter: ,

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare verfasst!

  • Name*

  • E-Mail*