Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT: Ausstellung tourt durch Sachsen

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Cathleen Klötzing

Cathleen Klötzing ist Projektleiterin Elektromobilität bei der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH. Foto: SAENA

Sie wollen sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich Elektromobilität informieren? Und mehr über die Projekte im Rahmen des Schaufensters Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET erfahren?

Dann bietet die Wanderausstellung des Schaufensters unter dem Motto „kommen – sehen – informieren“ dafür die ideale Gelegenheit. Konzipiert hat sie die gemeinsame Projektleitstelle des Schaufensters, bestehend aus der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH und der Bayern Innovativ GmbH.

Noch bis zum 31. Mai ist die Wanderausstellung im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu sehen. Staatssekretär Hartmut Fiedler hatte sie dort am 8. Mai feierlich eröffnet. Ab Juni tourt die Schau drei Jahre lang durch Sachsen. Parallel dazu wandert eine „Zwillingsausstellung“ durch Bayern.

Wallbox

Die Wanderausstellung zeigt auch diese Wallbox. Damit lässt sich das Elektroauto in der heimischen Garage aufladen. Foto: SAENA

Die Wanderausstellung soll das Thema Elektromobilität der interessierten Öffentlichkeit näher bringen. Deshalb besteht auch die Möglichkeit, manche Exponate selbst auszuprobieren. So zum Beispiel das Laden an einer Wallbox – das ist die Ladevorrichtung für Elektroautos in der heimischen Garage.

Vergleichen können die Besucher auch, wie schwer Stahl gegenüber dem in Elektroautos verbauten carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) ist. Auf diese Weise wird Elektromobilität greifbarer. Das gefällt mir an der Ausstellung besonders gut.

Seit April 2012 ist das Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET eines von vier bundesweiten derartigen Schaufenstern. In etwa 50 Projekten mit einem Gesamtvolumen von 140 Millionen Euro arbeiten 150 Partner aus Wirtschaft, Forschung, Bildung und Politik zusammen, um die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen nachzuweisen sowie wichtige technische und gesellschaftliche Fragen zu klären.

Grafik

Grafik: SAENA

Die Bundesregierung stellt für das Schaufenster Bayern-Sachsen knapp 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die beiden Freistaaten fördern die Projekte zusätzlich mit jeweils 15 Millionen Euro. Meine Kollegen und ich bei der SAENA unterstützen die Projektpartner von Beginn an. Nicht nur in der Antragsphase, sondern auch danach beraten wir die Partner und sind auch für ihre Vernetzung zuständig.

Zudem übernehmen wir die Öffentlichkeitsarbeit des Schaufensters. Ein Beispiel dafür ist unsere Wanderausstellung, bei der es uns vor allem auch darum geht, konkrete Projekte aus Sachsen vorzustellen.

Derzeit erhalten alle Vorhaben im Rahmen des Schaufensters nach und nach ihre Förderbescheide. Für einen Großteil der Projekte in Sachsen ist der Startschuss bereits gefallen. Andere warten noch auf die Bewilligung durch den Bund und den Freistaat Sachsen.

Auch die ENSO AG arbeitet an zahlreichen Projekten rund um Elektromobilität mit, wie zum Beispiel an SaxMobilityII. Dabei sollen:

  • die Fahrzeugflotten der Projektpartner vergrößert,
  • die Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut
  • ein Zugangs- und Abrechnungssystem für Ladestationen entwickelt und erprobt werden.

Ziel ist es, der Öffentlichkeit zu ermöglichen, die Elektrofahrzeuge in verschiedenen Szenarien zu nutzen. Insbesondere der intermodale Verkehr soll gefördert werden – also die Kombination von motorisiertem Individualverkehr (MIV) und öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV).

Mobiles Ticket

Im öffentlichen Nahverkehr sind Tickets schon per Handy erhältlich. Foto: VVO/Neumann

Dabei greifen die Projektpartner auf bereits im ÖPNV etablierte mobile Ticketlösungen zurück, mit denen Kunden schon heute in vielen deutschen Großstädten per Mobiltelefon Fahrkarten für Bus und Bahn erwerben können – mittels App oder SMS. Zukünftig soll es dank dieser Lösungen auch möglich sein, Strom zu „tanken“ oder Elektrofahrzeuge auszuleihen.

Kommen Sie vorbei und besuchen Sie unsere Wanderausstellung! Weiterführende Informationen über das Schaufenster und die Stationen der Wanderausstellung finden Sie ab sofort auf unserer neuen Homepage.

Haben Sie Fragen zum Thema Elektromobilität? Wenn Sie selbst schon einmal ein Elektroauto gefahren sind, lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben! Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen!

Veröffentlicht von Gastautor am 21. Mai 2013 15:21 in Elektromobilität, Energie

Kommentare

3 Reaktionen zu “Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT: Ausstellung tourt durch Sachsen”
  • Von Herr Lutzmann

    Gibt es denn einen Fahrplan, wann und wo man die Ausstellung sich ansehen kann? Und wo kann ich den finden ?
    Wozu brauche ich eine Wallbox in meiner Garage ? Ich lade mein E-Auto seit ich es besitze, also seit 7 Jahren, an einer nomalen CEE Dose in meiner Garage,
    Das hat auch den Vorteil, wenn ich mal unterwegs nachladen muß, jede Schukodose ist eine potentielle Ladestelle für mein Auto.
    Wenns keine Schukodose gibt ist die ganze Serie der CEE Dosen als "Tankstelle" geeignet - und die gibts überall - in Gaststätten, z.Beispiel,
    da kann ich mir die Zeit sogar sinnvoll bei Eis und Kaffee vertreiben -
    wozu alles so verkomplizieren ??? Antworten

    • Von Cathleen Klötzing

      Sehr geehrter Herr Lutzmann,

      vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Wanderausstellung, die Sie seit heute in der Handwerkskammer in Leipzig besuchen können. Weitere Informationen und die nächsten Ausstellungsorte finden Sie auf unserer Internetseite.

      Viele E-Fahrzeugnutzer haben wie Sie die Erfahrung gemacht, dass das Laden an haushaltsüblichen Steckdosen völlig unkompliziert und nahezu jederzeit und überall möglich ist, so dass sie kaum auf zusätzliche Ladeinfrastruktur angewiesen sind. Sogenannte Wallboxen bieten jedoch einige zusätzliche Vorteile beim Laden zu Hause:
      • die hohe Sicherheit und die Überprüfung des Stromkreises durch Ihren Energieversorger,
      • die Möglichkeit des schnelleren Ladens durch den eigenen Stromanschluss der Wallbox und zur Verwendung des Typ-2-Steckers bspw. mit einer 11kW-Ladeleistung,
      • die Voraussetzung zur detaillierten Abrechnung einzelner Ladevorgänge, zum Abrufen von Informationen bspw. über den Ladestatus im Internet und zur Integration in ein Heimnetzwerk.

      Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude am elektrischen Fahren.

      MfG Cathleen Klötzing

  • Von Herr Lutzmann

    Hallo Frau Klötzing,
    danke für Ihre Antwort, die Ausstellung werde ich bestimmt besuchen.

    "• die hohe Sicherheit und die Überprüfung des Stromkreises durch Ihren Energieversorger,"
    Die deutschsn AB nach DIN verlangen beim Anschluß eines ortsveränderlichen Abnehmers minimal Sicherheiten wie das Vorhandensein eines seperaten Sicherungsautomaten und eines Fehlerstromschalters.
    der F/I Schalter ist monatlich mittels eines eingebauten Selbsttestschalters zu überprüfen - welche höhere Sicherheit kann denn da die Wallbox bieten - mehr geht nicht !!!

    "• die Möglichkeit des schnelleren Ladens durch den eigenen Stromanschluss der Wallbox und zur Verwendung des Typ-2-Steckers bspw. mit einer 11kW-Ladeleistung, "
    Ich kann durchaus, bei Verwendung eines dreiphasigen Zusatzladegerätes mit 11 KW laden, auch mehr ist drin, das geht auch an einer CEE Dose rot, 16 oder 32A.
    Nur worin besteht der Vorteil, wenn ich nachts lade und mindestens 6 Stunden schlafe, wenn das Auto in 2 Stunden vollgeladen mit den Hufen scharrt, ich aber noch 4 Stunden schlafen möchte um ausgeschlafen in der Firma früh antreten zu können?
    Schnelladen unterwegs das ist viel interessanter, aber da habe ich keine Wallbox ... ?

    "• die Voraussetzung zur detaillierten Abrechnung einzelner Ladevorgänge, zum Abrufen von Informationen bspw. über den Ladestatus im Internet und zur Integration in ein Heimnetzwerk. "
    In meiner privaten "Garagenladeschaltung" ist ein Unterzähler eingebaut, der das einfacher ermöglicht. Ich bin ohnehin der einzige, der da läd, Archivieren Sie jede Benzinrechnung, steuerlich abgerechnet wird ohnehin über die Kilometerpauschale ...
    Ladestatus im Internet, Heimnetzwerk - das ist datenchschutzrechtlich relevant - wer möchte denn anderen diese Daten unfreiwillig überlassen.
    Möchte da der Energieversorger mitlesen oder der Staat Infos über die entgangene "Mineralölsteuer" absaugen ???

    Für mich bietet die Wallbox eine Einschränkung der Lademöglichkeiten, welche Gaststätte hat denn eine Mennecke -
    Dose für mein Auto, CEE oder Schukodosen gibts überall, damit werden dann potentielle E-Auto Interessenten an Energieversorger
    gebunden und in Ihren Fahr/Lade-Möglichkeiten eingeschränkt.
    Und die Wallbox hat Ihren Preis.
    Und denken wir mal weiter - Aufladen des Autos mittels eigener Solaranlage ... Interessantes Thema übrigens.

    Mit freundlichen Grüßen
    Herr Lutzmann Antworten

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