Mitarbeitersteckbrief: Zwischen Strommast und Bürostuhl

  • Beitrag abonnieren
  • Beitrag empfehlen 7
  • 0
Michael-Glänzer

Technik begeistert Michael Glänzer auch in seiner Freizeit, hier im Urlaub beim Besuch im John-F.-Kennedy-Space-Center in Cap Canaveral/Florida.

Er liebt seine Familie, seine Heimat und im Beruf die Abwechslung. Im Stromnetz kennt  sich unser ENSO-NETZ-Kollege Michael Glänzer aus dem Regionalbereich Heidenau genauso aus wie beim Kalkulieren von Bauvorhaben.

Dass er viel mit Leuten zu tun hat, schätzt er an seiner Arbeit auch.

Name: Michael Glänzer
Wohnort: im schönen Osterzgebirge
Alter: 26
Arbeitsaufgabe/Funktion: Obermonteur

Was wollten Sie als Kind werden?

In meiner Kindheit war mein Traumberuf Feuerwehrmann. Schon mein Vater und mein Großvater gehörten als aktive Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr an, und auch ich war ab meinem zehnten Lebensjahr Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Menschen in brenzligen Situationen zu helfen und der Umgang mit Technik haben mich schon immer fasziniert.

Wie sind Sie zu ENSO gekommen?

Nachdem ich einen Einblick in den Alltag der Berufsfeuerwehr bekommen hatte, musste ich feststellen, dass dieser Job auch wirklich harte, gefährliche Seiten hat und der Einstieg direkt nach dem Realschulabschluss nicht möglich ist. Deshalb informierte ich mich über andere, für mich interessante Berufe. Ein Bekannter hat mich auf die Elektrobranche aufmerksam gemacht.

Im Herbst 2004 besuchte ich zum Tag der offenen Tür unser Ausbildungszentrum und erkundigte mich intensiv nach den Ausbildungsmöglichkeiten. Anschließend bewarb ich mich als Azubi für den Beruf Elektroanlagenmonteur. Wer hätte es gedacht, nach dem Auswahlverfahren war ich mit dabei! Meine Ausbildung schloss ich nach 2,5 Jahren vorzeitig ab. Zunächst bekam ich eine befristete Stelle in der Instandhaltung.

Nach rund einem Jahr wurde ich in den Netzbetrieb versetzt. Als ich die Schaltberechtigung erlangt hatte, folgte die unbefristete Einstellung.

Im Sommer 2009 begann ich eine weiterführende Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker. Es folgten sehr lehrreiche, aber anstrengende Jahre am Berufsschulzentrum Elektrotechnik Dresden. Bevor ich im Sommer 2013 mein Abschlusszeugnis erhielt, musste ich vier Jahre lang dreimal wöchentlich nach Feierabend und am Wochenende die Schulbank drücken, für Klausuren lernen und meine privaten Interessen hinten anstellen.

Die neuen Kenntnisse aus der Technikerausbildung konnte ich mehr und mehr in meinen Berufsalltag einbringen. Diese Ausbildung hatte auch positive Auswirkungen auf meinen beruflichen Werdegang bei der ENSO NETZ GmbH, wo ich inzwischen als Obermonteur arbeite und zunehmend Bürotätigkeiten erledige.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Mein Tag beginnt mittlerweile meist so: E-Mails checken, Wartungen und Abrechnungen sowie Schaltungen im Nieder- und Mittelspannungsnetz vorbereiten, neue Bauvorhaben registrieren und einleiten. Nach dem Start im Büro geht es nach draußen zu Bauberatungen oder Absprachen mit Kunden, die einen neuen Hausanschluss beantragt haben oder Veränderungen am bestehenden vornehmen lassen wollen.

Bei Problemen mit der Spannungsqualität nehme ich Messungen vor und werte sie aus. Auch Netzgutachten für die Planung und Projektierung von Vorhaben können ein Grund für umfangreiche Messprogramme sein. Kommt es durch Beschädigungen von Betriebsmitteln oder Wetterereignisse zu Störungen im Netzbetrieb, müssen meine Kollegen und ich schnell handeln.

Störungseingrenzungen, Sicherung vor Ort, Reparatur und die Wiederinbetriebnahme sind dann unsere Aufgaben. Nachdem alle Kunden wieder mit elektrischer Energie versorgt sind, folgt die Abrechnung der Störung und die entsprechende Dokumentation in unseren Bestandsunterlagen.

Die Störungs-Rufbereitschaft nach Feierabend und am Wochenende gehört etwa eine Woche pro Monat zu meinen Aufgaben. Dann bin ich auch in der Nacht oder an Sonntagen unterwegs, damit kein Kunde lange im Dunkeln sitzen muss.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Job am meisten Freude?

Kein Tag ist wie der andere. Ich arbeite an vielen verschiedenen Anlagen und in unterschiedlichen Spannungsebenen. Die Betriebsmittel – also Fahrzeuge, Schaltgeräte, Kabel oder Schalter – sind äußerst vielfältig. Damit bietet der Beruf ein Maximum an Abwechslung.

Meine Aufgaben kann ich weitgehend selbst organisieren und bearbeiten. Sie verlangen zum einen handwerkliches Geschick, zum Beispiel, um eine Freileitung zu reparieren. Zum anderen erfordern sie auch kaufmännisches Verständnis -  zum Beispiel, um eine Kalkulation für ein Bauvorhaben zu erstellen.

Weiterhin bereitet es mir große Freude, in meiner Heimat im Osterzgebirge bei schönem wie bei weniger schönem Wetter im Freien zu arbeiten.

Wobei können Sie am besten entspannen?

Bei allen Aktivitäten mit meiner Familie. Ausgedehnte Spaziergänge mit meiner Freundin und unserer kleinen Tochter bei schönstem Sonnenschein sorgen für Entspannung und gute Laune. Wenn ich mal nicht mit meiner Tochter die Welt entdecke, spiele ich Handball, unternehme etwas mit Freunden oder kümmere mich um Haus und Hof.

Da ich nie vollständig von meinem ursprünglichen Berufswunsch lassen konnte, bin ich auch heute noch bei der Freiwilligen Feuerwehr und helfe anderen Menschen in brenzligen Situationen.

Veröffentlicht von Mitarbeiter/in am 25. März 2015 09:50 in Karriere

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare verfasst!

  • Name*

  • E-Mail*