Mitarbeitersteckbrief: Vom Koch zum Kundenberater

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Ingo Reitinger

Ingo Reitinger ist immer am Ball – bei ENSO im Kundenservice und als Freizeitkicker.

Als Ingo Reitinger kurz vor der Wende in unserem Unternehmen anfing, sorgte er für das leibliche Wohl der Kollegen.

Heute schwingt er den Kochlöffel zwar nur noch privat, als Mitarbeiter im ENSO-Service hat er aber trotzdem für jeden Kunden das richtige Rezept. Seine Zutaten: Hilfsbereitschaft, Feingefühl und immer eine Prise gute Laune.

Name: Ingo Reitinger
Wohnort: östlichste Stadt Deutschlands
Arbeitsaufgabe: persönliche Kundenberatung

Was wollten Sie als Kind werden?

Als Kind wollte ich KFZ-Mechaniker werden, denn Trabbis und Mopeds reparieren zu können, fand ich spannend. Doch dann kam es anders: In den Schulferien habe ich bei der MITROPA AG gearbeitet, die unter anderem Bahnreisende in den Speisewagen bewirtete. Der gastronomische Bereich gefiel mir so gut, dass ich nach der Schule eine Ausbildung zum Koch bei der damaligen HO (Handelsorganisation) in Görlitz absolvierte.

Wie sind Sie zu ENSO gekommen?

Ein Bekannter erzählte mir, dass das Energiekombinat Ost einen leitenden Koch in Görlitz suchte. Damals schaute ich mich gerade nach einer neuen Anstellung um, da meine Frau und ich im Schichtsystem arbeiteten und wir mehr Zeit für unser dreijähriges Kind haben wollten.

Zu der Stelle gehörte auch eine Betriebswohnung. Wohnungen waren zur damaligen Zeit Mangelware und wurden zentral vergeben. Die Chance auf „drei Zimmer, Küche, Bad“ hat uns junge Familie endgültig überzeugt und ich bewarb mich.

Ab Januar 1989 übernahm ich die Küchenleitung und knapp zwei Jahre später auch die Wirtschaftsverwaltung in der Geschäftsstelle Görlitz. Vormittags habe ich gekocht, nachmittags organisierte ich Umbauten und Sanierungen für die in die Jahre gekommenen Büros.

Seitdem habe ich viele Bereiche unseres Unternehmens kennengelernt und eine Menge Firmengeschichte miterlebt.

Nach der Wende wurde aus dem Energiekombinat Ost die Energieversorgung Sachsen Ost AG (ESAG) und die Küche in Görlitz geschlossen. Ich wechselte in die Betriebsverwaltung Bautzen. Dort war ich ab Juli 1991 in der Abteilung Recht und Verwaltung für die dingliche Sicherung von Trafostationen, Mittel- und Niederspannungsleitungen zuständig. Meine Aufgabe war es mit Grundstücksinhabern vertraglich festzuhalten, dass wir unsere Energieversorgungsleitungen weiterhin auf ihren Grundstücken betreiben durften.

Als zum Januar 1997 die ESAG-Betriebsverwaltungen Pirna, Radebeul und Bautzen aufgelöst wurden, wechselte ich in die Geschäftsstelle Löbau. Dort war ich als Anschlussbearbeiter tätig. Ich plante Hausanschlüsse für Neubauten und erstellte Kostenangebote.

Berufsbegleitend bildete ich mich zu dieser Zeit im Bereich Datenverarbeitung kaufmännisch weiter. Das kam mir zu Gute, als 2002 die Geschäftsstelle in Löbau geschlossen und ich in die Hauptverwaltung nach Dresden versetzt wurde. Dort arbeitete ich für die nächsten neun Monate in der Energieabrechnung, ein mir bis dahin völlig unbekanntes Aufgabengebiet. Ich pflegte unsere Kundendatenbank, rechnete Stromlieferungen ab und korrigierte Rechnungen, denen falsch übermittelte Zählerstände zugrunde lagen.

Als es im Oktober 2002 zu einem personelles Engpass in der Geschäftsstelle Großröhrsdorf kam, arbeitete ich dort bis Ende 2003 nochmals als Anschlussbearbeiter, bevor ich im Januar 2004 in die Energieabrechnung nach Dresden zurückkehrte. Seit Oktober 2005 arbeite ich in der Hauptverwaltung im Kundenservice.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Im Kundenservice habe ich unterschiedlichste Aufgaben. Hauptsächlich berate ich zu unseren Strom- und Erdgasprodukte. Das ist oft der Fall, wenn sich Lebensumstände bei Kunden ändern, zum Beispiel, wenn sich Nachwuchs eingestellt hat.

Ich melde aber auch Kunden für die Stromlieferung an und ab, nehme Zählerstände auf oder ändere Abschlagszahlungen. Für Produkte wie ENSO-Wärme-KOMFORT stehe ich Interessenten ebenso mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus betreue ich regelmäßig unseren Stand auf der Messe HAUS in Dresden.

Was bereitet Ihnen bei Ihrem Job am meisten Freude?

Der direkte Kontakt mit den Kunden sowie das selbständige Arbeiten in einem sehr abwechslungsreichen Aufgabengebiet.

Wobei können Sie am besten entspannen?

Bei der Gartenarbeit mit meiner Frau, bei Familienurlauben an der See oder in den Bergen. Aber auch als Fußballer im Seniorenbereich finde ich nach einem langen Arbeitstag meinen Ausgleich. Zurzeit bin ich noch als Trainer der D-Junioren für die Altersklasse von zehn bis elf Jahren beim Niederschlesischen Fußballverein Gelb-Weiß Görlitz tätig, was mir sehr viel Spaß macht.

Veröffentlicht von Mitarbeiter/in am 17. August 2015 09:03 in Karriere

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