Hurra, wir sind Sachsens Energiesparmeister 2017!

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Schüler mit Eisbären

Anton, Jonathan, Julia, Maria, Naomi und Lehrerin Elisabeth Frank von der Klima-AG der Christlichen Schule Dresden mit zwei Eisbären.

Seit Jahresbeginn stehen zwei Eisbären in der Aula unserer Schule. Natürlich keine richtigen, sondern zwei lebensgroße Modelle.

Wie kein anderes Tier ist der Eisbär zum Symbol für die Folgen des Klimawandels geworden. Durch die Erderwärmung schmilzt das Eis in der Arktis, ist der Lebensraum der weißen Riesen bedroht, finden sie immer weniger Nahrung.

An unserer Christlichen Schule in Dresden haben wir als Arbeitsgemeinschaft Klima ein Klimajahr ins Leben gerufen. Für diese Idee wurden wir gerade zu Sachsens Energiesparmeister gekürt. Zu den Partner des Wettbewerbs gehört auch ENSO. Der Erfolg hat uns riesig überrascht und gefreut.

Beim Finale um den Bundessieg traten wir gegen die 15 Energiesparmeister aus den anderen Bundesländern an. Das Online-Voting lief bis vergangenen Sonntag. Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis, das am 24. März verkündet werden soll.

Was es mit dem Klimajahr an unserer Schule auf sich hat, schildern wir von der Klima-AG Ihnen, liebe Leser, in unserem Beitrag. 35 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 12. Klassen beschäftigen sich das ganze Jahr über mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels. Außerdem gehen wir der Frage nach, was dagegen getan werden kann.

Mit verschiedenen Projekten und Aktionen wollen wir erreichen, dass die Eisbären überleben. Dafür müssen wir unser Verhalten ändern, Ignoranz und Bequemlichkeit überwinden.

Mülltütenkleider

Plastiksäcke funktionierten diese Schülerinnen in Bekleidung um.

An Großprojekten wie den Mottotagen „Einen Tag ohne…“ nehmen alle Schülerinnen und Schüler von Mittelschule und Gymnasium teil. Dabei betrachten wir unser Konsum-, Müll-, Energie-, Ernährungs- oder Transportverhalten einmal genauer.

Wir wollen nichts verbieten, niemanden zum Verzicht auf Fleisch oder elektrische Geräte zwingen. Aber wir wollen informieren, sensibilisieren und vielleicht erreichen, Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen und bestenfalls zu ändern.

Darüber hinaus gibt es viele Einzelprojekte in verschiedenen Klassen und Fächern sowie in der Klima-AG. Von Anfang an war es uns wichtig, nicht nur den naturwissenschaftlichen Zugang zu suchen, sondern uns dem Klimawandel umfassend  zu nähern. Bei einer Performance auf dem Schulhof zeigten wir, wie viel Müll jeder von uns pro Woche produziert.

Diskussionsrunde

Bei Podiumsdiskussionen können die Schülerinnen und Schüler ihre Meinungen austauschen.

Gemeinsam mit uns AG-Mitgliedern haben sich alle 8. bis 12. Klassen den preisgekrönten französischen Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ angeschaut. Darin reist das Filmteam durch zehn Staaten und spricht mit Wissenschaftlern, Umweltschützern und Experten.

Außerdem zeigt der Film, was Menschen mit ihren Projekten zu alternativen ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Ideen bewegen können. Das Beispiel eines auf Selbstversorgung ausgelegten Biobauernhofs in der Normandie inspirierte Schüler der 8. Klasse, ein Hochbeet zu bauen.

Mit Prof. Peter Adolphi von der Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern haben wir über den Film diskutiert. In den kommenden Wochen laden wir weitere Wissenschaftler, Politiker, Umweltaktivisten und Experten zu uns ein.

Auf der Gästeliste stehen zum Beispiel der Physiker Dr. Ronny Timmreck von der leXsolar GmbH Dresden, einem Anbieter für Bildungsprodukte im Bereich Erneuerbare Energien, oder Diplomingenieur Ingo Vogtländer von der solaris Förderzentrum für Jugend und Umwelt gGmbH Sachsen, der mit uns den Klimawandel in Sachsen erörtert.

Flashmob

Ein Flashmob auf der Prager Straße beschäftigte sich mit den Gefahren steigender Meeresspiegel für manche Inseln durch den Klimawandel.

Bereits im letzten Schuljahr gab es verschiedene Aktionen in unterschiedlichen Klassenstufen. Bei einem Kunstprojekt in Form eines Flashmobs auf der Prager Straße in Dresden machte eine 10. Klasse auf die Folgen des Klimawandels wie den Anstieg des Meeresspiegels aufmerksam.

Aus diesen Aktionen sind so viele Ideen entstanden, dass wir ein ganzes Jahr damit füllen können. So sollen sich im fächerübergreifenden Profilunterricht der Jahrgangsstufe 8 kontinuierlich Projekte dem Thema Klima widmen. Wir wollen Klimaexperten ausbilden, die in der Grundschule kleine Workshops anbieten. In jeder Klasse soll es einen Müll- oder Energiebotschafter geben.

Oft hört man das Argument: Ich allein kann doch gar nichts verändern. Das sehen wir anders. Uns hat dieser Satz von Ex-US-Präsident Barack Obama zu denken gegeben: „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels erleben werden und die letzte Generation, die etwas dagegen tun kann.“

Jeder hat die Möglichkeit, etwas zu tun – wenn er nur will. „Ändere nicht das Klima – Ändere Dich!“ Dieses Motto möchten wir, die 500 Schülerinnen und Schüler sowie 50 Lehrer unserer Schule, mit Leben erfüllen.

So beteiligen wir uns am Samstag, dem 25. März, an einer Baumpflanzaktion in Stadt Wehlen. Wer uns dabei unterstützen will, kann sich per Mail bei unserer Lehrerin Frau Frank melden. Das ist ihre Adresse: ef@cs-dresden.de.

Veröffentlicht von Gastautor am 16. März 2017 09:57 in Energie, Spartipps, Umwelt

Kommentare

2 Reaktionen zu “Hurra, wir sind Sachsens Energiesparmeister 2017!”
  • Von Susanne Zellmer

    Die Christliche Schule Dresden hat es geschafft; wir gratulieren herzlich zum Bundessieg! 9.000 von 50.000 Stimmen wählten sie im Online-Voting zum "Energiesparmeister Gold". Wir freuen uns sehr – weiter so! Antworten

  • Von Alexander Schmidt

    Cool, dass Sie das geschafft haben! Würde auch gern teilnehmen. Ich entwickle gerade meinen Projekt in Energieversorgung mit [Link entfernt. Bitte beachten Sie unserer Kommentarrichtlinien. Die Redaktion] Antworten

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