Gute Vorsätze für 2013: Von E-Mobil bis Streuobstwiese

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Zum Jahreswechsel werden die Karten neu gemischt – ein passender Zeitpunkt für gute Vorsätze. Foto: Dieter Schütz/pixelio.de

Sind Sie gut ins neue Jahr gestartet? Auch im Namen meiner Blogger-Kollegen wünsche ich Ihnen ein frohes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2013. Gute Vorsätze gibt es in diesen Tagen reichlich – abnehmen, mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören. Haben auch Sie welche gefasst?

Wir Blogger schon. Dass sie alle mehr oder weniger mit Energie zu tun haben, ist kein Zufall. Das Spektrum reicht von mehr Bewegung bis Kochen mit Köpfchen. Doch lesen Sie am besten selbst, und teilen Sie uns mit, was Sie davon halten oder was Sie sich selbst vornehmen.

Stecker raus bei Reserve-Kühlschrank

Im neuen Jahr möchte ich unseren alten Kühlschrank, der im Keller steht, endlich wieder außer Betrieb nehmen. In der Küche haben wir natürlich ein schickes energiesparendes Modell zum Kühlen unserer Lebensmittel.

Sein Vorgänger war ursprünglich nur als Reserve gedacht, wenn der Platz im neuen Gerät vor Feiern mit der Familie oder Freunden nicht ausreicht. Doch einmal in Betrieb genommen, wanderten dort immer mehr Lebensmittel ins Frost- oder ins Kühlfach. Man kann sich dran gewöhnen! Das ist zwar gut für unsere Vorratswirtschaft, aber schlecht für die Stromrechnung.

Denn ein rund 20 Jahre altes Gerät verbraucht etwa 650 Kilowattstunden Strom im Jahr. Ein modernes der Energieklasse A+++ dagegen nur rund 250 kWh. Nach den Berechungen des Dresdner Klimaschutzbüros spart es etwa 90 Euro an Stromkosten und rund 250 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr. Deshalb mein Vorsatz für 2013: Ausräumen und Stecker raus!

Ronny Bandermann

Mehr Energie durch Bewegung

Mehr Bewegung habe ich mir für das neue Jahr fest vorgenommen. Um die Umwelt nicht unnötig zu belasten, lasse ich 2013 öfter mal das Auto stehen und fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Ich wohne im Dresdner Westen, und die acht Kilometer zur Arbeit werden mich bestimmt etwas Überwindung kosten – zumal es immer wieder mal bergauf geht. Mein Vorsatz für 2013: Spritkosten sparen sowie gesund und fit das Jahr meistern.

Peggy Müller

Regionales auf dem Speiseplan

„Iss öfter mal einen Apfel“ – diesen gut gemeinten Rat haben Sie doch bestimmt auch schon gehört. Bis jetzt habe ich ihm keine große Bedeutung beigemessen. Bis jetzt … Bis mir klar geworden ist, dass gesunde Ernährung auch gut für die Umwelt ist.

Wer mehr regionale Lebensmittel zur jeweiligen Saison kauft, trägt zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei und verursacht deutlich weniger Verpackungsmaterial. Deshalb mein Vorsatz fürs neue Jahr: In meinen Einkaufskorb kommen mehr Lebensmittel aus unserer Region. Meine Erdbeeren kaufe ich wirklich nur im Sommer. Und sind wir mal ehrlich: Frisch aus dem Garten oder vom Feld schmeckt es doch am besten.

Sven Kretzschmar

Wäsche auf natürliche Weise trocknen

Jeden Morgen sehe ich aus dem Augenwinkel den Wäschetrockner in unserem Bad. Dass er unserem Geldbeutel nicht gut tut, weiß ich schon seit längerer Zeit. Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich mich einmal genauer mit dem Thema beschäftigt und mich im Internet informiert.

Bei einem Wäschetrockner der Energieeffizienzklasse C wie unserem, der viermal pro Woche genutzt wird, kommen schnell über 230 Euro Stromkosten im Jahr zusammen. Ein Gerät der Effizienzklasse A verbraucht für die gleiche Wäschemenge weniger als die Hälfte an Energie. Ich bin verblüfft und rechne die Erkenntnis sofort in vier Abendessen mit meiner Freundin um.

Klammern und Wäscheleine sind allerdings noch energiesparender. Das schont den Geldbeutel. Daher mein Vorsatz für das neue Jahr: Die Wäsche öfter mal an der frischen Luft oder auf dem Dachboden aufhängen anstatt den Wäschetrockner zu bemühen. Und mit dem eingesparten Geld führe ich meine Freundin öfter in ein Restaurant aus.

Andrea Rehbein

Kochen mit Köpfchen

2012 hatte ich die erste Strom-Jahresabrechnung für meine neue Wohnung erhalten. Zu meiner Freude war keine Nachzahlung gefordert, sondern ich bekam ein kleines Guthaben zurück. Das lag sicherlich an den neuen, energieeffizienten Haushaltsgeräten wie Kühlschrank und Waschmaschine, die ich mir angeschafft hatte.

Für 2013 habe ich mir vorgenommen, das positive Ergebnis des letzten Jahres fortzusetzen. Vor allem in der Küche will ich die Energie effizient nutzen. Beispielsweise muss der Elektro-Herd nicht bis zur letzten Sekunde laufen. Denn auch mit der Nachwärme werden die Nudeln „al dente“ und das Fleisch gar.

Außerdem möchte ich mir angewöhnen, Tiefgekühltes im Kühlschrank aufzutauen. Mit der abgegebenen Kälte werden die anderen Lebensmittel gekühlt und der Kühlschrank verbraucht weniger Energie. Das Auftauen dauert dann zwar länger; aber mit ein wenig vorausschauender Planung sind Brot, Gemüse oder Fleisch rechtzeitig fertig – und der Haussegen ist gerettet.

Martin Waldau

Schluss mit Dauerbeleuchtung und Stand-by

In meiner WG wird die Flur- und die Küchenbeleuchtung nur selten ausgeschaltet. Brennt das Licht in diesen Räumen erst einmal, dann meistens so lange, bis der Letzte ins Bett geht. Hinzu kommt das Radio als Alleinunterhalter. Auch Fernseher, DVB-T-Receiver und DVD-Player befinden sich häufig über Nacht im Stand-by-Modus. Dabei ist es nicht schwer, gerade hier Energiekosten einzusparen und sich gegenseitig zum Energiesparen zu erziehen.

Um elektronische Geräte mit Stand-by-Modus komplett vom Strom zu trennen, wenn sie nicht benötigt werden, haben wir uns eine schaltbare Steckerleiste zugelegt. Wenn wir den Raum verlassen, wollen wir künftig immer das Licht ausschalten. Und auf unserer WG-Pinnwand steht in Großbuchstaben geschrieben: Am günstigsten ist immer noch die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird.

Katja Weinhold

Ist ein Elektroauto etwas für mich?

Seit einigen Monaten können wir Elektrofahrzeuge in unserem Fuhrpark testen. Dafür stehen uns mehrere Mitsubishi i-MiEV und Opel Ampera zur Verfügung. Wie vermutlich viele andere auch war ich am Anfang skeptisch, ob ich mein Ziel wirklich erreiche oder der Batterie unterwegs der „Saft“ ausgeht.

Ich bin mit beiden Fahrzeugen gefahren. Meine Erfahrungen mit den Strom-Flitzern hinsichtlich Fahrkomfort und Reichweite waren durchweg positiv. Aber lohnt sich für mich auch privat der Kauf eines Elektrofahrzeuges? Machen die Kosteneinsparungen beim Treibstoff die hohen Anschaffungskosten wieder wett?

Diese Fragen beschäftigen mich schon seit längerem. Doch im Alltagsstress habe ich es immer wieder vor mir hergeschoben, mich um Antworten zu bemühen. Dabei ist das so einfach. Mein Blogger-Kollege Tino Schütte kennt sich auf dem Gebiet bestens aus.

Für 2013 habe ich mir vorgenommen, der Sache endlich auf den Grund zu gehen. Vielleicht bringt mich schon eine gemeinsame Mittagspause mit Tino Schütte weiter.

Torsten Barthel

LED-Leuchten und Vitamine von der Streuobstwiese 

In dieser dunklen Jahreszeit ist es mir wieder aufgefallen: Die Außenbeleuchtung an meinem Haus läuft noch mit den guten, alten und verbrauchsintensiven Glühlampen. Diese will ich jetzt im neuen Jahr gegen energiesparende LED-Leuchten austauschen.

Wie schon im letzten Spätsommer wollen wir in Familie wieder Obst von Streuobstwiesen sammeln. Die Früchte sehen vielleicht nicht so toll aus wie die im Geschäft, wurden aber dafür nicht durch halb Europa gefahren. Im Übrigen kosten sie auch nichts.

Ein kleiner Hinweis: Im Sinne einer guten Nachbarschafts-Beziehung sollten Sie vorher den Eigentümer der Wiese fragen, ob ihm das Recht ist. Hier noch ein Link für kostenloses Obst in der Region. Und diesen Link sollten Sie im Herbst anklicken, wenn Sie nach Obstangeboten schauen wollen.

Nun wissen Sie, liebe Leser, was wir uns vorgenommen haben. Und wie sieht es bei Ihnen aus? Wir sind neugierig auf Ihre guten Vorsätze und freuen uns, von Ihnen zu hören.

Veröffentlicht von Sylvia Redlich am 4. Januar 2013 09:13 in Elektromobilität, Energie, Freizeit, Spartipps, Umwelt

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