Girls’ Day bei ENSO – Frauenpower für die Energiebranche

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Silke-Preibisch-und-Andre-Goeldner

Zusammen mit meiner Kollegin Silke Preibisch bin ich, André Göldner, für die Ausbildung bei ENSO zuständig.

Am 25. April findet zum 13. Mal der deutschlandweite „Girls’ Day“ für Schülerinnen ab der fünften Klasse statt. Sechs junge Mädchen können diesen Tag im ENSO-Ausbildungszentrum auf der Hahnebergstrasse 4 in Dresden verbringen. „Berufe mit Spannung“ und Einblicke in die Energieversorgung, die eher eine Männerdomäne ist, erwarten unsere Besucherinnen.

Der Mädchen-Zukunftstag findet an einem ganz normalen Schultag statt – allerdings außerhalb der Schule. Deshalb muss eine Teilnahme im Vorfeld mit den Eltern und mit der Schule abgeklärt werden.

Nähere Informationen dazu gibt es hier. Schülerinnen, die sich für den Girls’ Day bei uns interessieren, können sich noch bis zum 24. April um 12 Uhr telefonisch oder online dafür anmelden.

Girls´-Day

Foto: www.girls-day.de

Girls’ Day bei ENSO – das heißt mitmachen statt nur zuzusehen. Unser Ausbildungszentrum ist für die Teilnehmerinnen an diesem Tag von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Zu Beginn werde ich unser Unternehmen sowie die Ausbildungsberufe Elektroanlagenmonteur/-in und Elektroniker/-in für Betriebstechnik vorstellen. Dann wird’s praktisch.

Einblicke in die Metallausbildung und in die Kabeltechnik sowie in die Gebiete Installation, Anlagen- und Elektronik/Digitaltechnik stehen auf dem Programm. Im Ausbildungszentrum können die Schülerinnen unseren Auszubildenden aus dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr bei der Arbeit über die Schulter schauen. Und sie dürfen sich auch selbst an verschiedenen technischen Geräten wie zum Beispiel an einer Ständerbohrmaschine oder bei kleineren Versuchs- und Schaltungsaufbauten ausprobieren.

Frauen in Männerberufen. Warum nicht? Bei manchen Mädchen liegen die Stärken im naturwissenschaftlichen oder praktischen Bereich. Sie finden in solchen Berufen eher Erfüllung als in typischen Frauenberufen. Andere sind es wiederum aus dem Elternhaus gewohnt, mit anzupacken oder sich mit Technik zu beschäftigen. So sind auch Mädchen in der Lage, in typischen Männerberufen ihren „Mann“ zu stehen.

Darüber hinaus bringen sie oftmals Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Leistungsbereitschaft oder Fleiß mit. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich diese Stärken positiv auf männliche Kollegen auswirken können. So zum Beispiel auf den Leistungsdurchschnitt. Da „Mann“ nicht unbedingt schlechtere Leistungen als die weibliche Konkurrenz bringen möchte, strengt „Mann“ sich mehr an.

Elektronikerin-für-Betriebstechnik-Alexandra-Hofmann

Unsere erste Elektronikerin für Betriebstechnik, Alexandra Hofmann, lernte im Juli 2012 vorzeitig aus.

Wer sich für einen technischen Beruf entscheidet, erlangt während der Ausbildung umfangreiche Kenntnisse in Theorie und Praxis. Das ist im späteren Berufsleben – vor allem in Zeiten des Fachkräftemangels – ein großer Vorteil.

Im Sommer 2012 hat bei uns eine Auszubildende als Elektronikerin für Betriebstechnik vorzeitig ausgelernt – und mit ihr der ganze Jahrgang. Gegenwärtig bilden wir eine weitere Elektronikerin für Betriebstechnik und für Bombardier eine Elektroanlagenmonteurin aus.

In typisch kaufmännischen Berufen wie Industriekauffrau, Kauffrau für Bürokommunikation oder Informatikkauffrau befinden sich bei uns zurzeit 18 junge Frauen in der Ausbildung. Aber, und das ist nicht selbstverständlich, wir haben auch weibliche Auszubildende und Praktikantinnen, die den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik erlernen.

Dass die Entscheidung für einen Beruf nicht einfach ist, beweisen aktuelle Zahlen der Industrie und Handelskammer (IHK). Demnach steigt die Abbruchquote junger Auszubildender im ersten Ausbildungsjahr rasant an. Im Jahr 2011 wurde jeder dritte Ausbildungsvertrag vorzeitig aufgelöst. Mir als Ausbildungsbeauftragtem tun solche Zahlen weh.

Um die richtigen Weichen zu stellen, geben wir Schülerinnen und Schülern bei Veranstaltungen die Möglichkeit, rechtzeitig in verschiedene Berufe aus der Energiebranche hineinzuschnuppern.

Schau-rein

Viele Schüler/innen nutzten die Aktion “Schau rein!”, um mit meiner Kollegin Silke Preibisch (rechts im Bild) und mit Azubis über Berufsmöglichkeiten bei ENSO zu sprechen.

Die Aktion „Schau rein! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen“ vom 11. bis 16. März war eine davon. Sächsische Unternehmen und Institutionen öffneten in dieser Woche für den Berufsnachwuchs ihre Türen. Am 13. März besuchten mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse unser Unternehmen und informierten sich über kaufmännische und technische Ausbildungsberufe.

Ich hoffe, dass unseren jungen Besuchern spätestens an diesem Tag bewusst geworden ist, dass es sich lohnt, im Vorfeld alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Praxisluft zu schnuppern und um sich über den passenden Beruf zu informieren.

Wie unterstützen Sie, liebe Leser, Ihre Kinder oder Enkel bei dieser wichtigen Entscheidung?

Veröffentlicht von Mitarbeiter/in am 19. April 2013 14:54 in Karriere
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