Gebäude-Thermografie: Antworten auf häufige Fragen

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Jörg Pohlhaus von der delta GmbH

Jörg Pohlhaus ist Projektleiter bei der delta GmbH, die in unserem Auftrag die Gebäude-Thermografie durchführt. Foto: delta GmbH

Seit acht Jahren sind meine Kollegen und ich von der delta GmbH in Ostsachsen unterwegs, um im Auftrag der ENSO Wärmelecks an Häusern aufzuspüren.

Mit Hilfe unserer hochsensiblen Infrarotkameras finden wir Schwachstellen an Gebäudehüllen, durch die wertvolle Heizenergie nach außen dringt. Nicht immer sind dafür Baumängel verantwortlich.

Auch an alten Fenstern, die optisch in einem einwandfreien Zustand sind, können deutliche Wärmeverluste auftreten.

Thermografische Aufnahmen sind ebenfalls nach einem Neubau oder einer Sanierung eine gute Kontrollmethode, um Energieverluste aufzuspüren. Denn nur wenn Hausbesitzer diese Schwachstellen kennen, können sie sie beheben und zukünftig Heizkosten sparen.

Die nächsten thermografischen Aufnahmen führen wir im Januar und Februar 2016 durch. Dafür können Sie sich noch anmelden.

Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung. Oftmals erreichen meine Kollegen und mich vor der Thermografie ähnliche Fragen von den Kunden. Die häufigsten fünf beantworte ich in diesem Blogbeitrag.

1. Wann werden die thermografischen Aufnahmen durchgeführt?

Die Gebäude-Thermografie findet nur im Winter statt. Das hat einen einfachen Grund: Der Temperaturunterschied zwischen dem beheizten Hausinneren und der kalten Außenluft sollte mindestens zehn Grad Celsius betragen.

Wärmebild

Das Bild zeigt die Infrarotaufnahme eines Hauses. Rot sind die Stellen, an denen viel Wärme austritt. Foto: delta GmbH

Nur so werden die energetischen Schwachstellen und Wärmelecks des Hauses auf den Infrarotaufnahmen klar erkennbar.

Kalte Morgenstunden sind für die Thermografie besonders geeignet. Denn nicht nur die Jahres-, sondern auch die Tageszeit spielt eine entscheidende Rolle. Scheint die Sonne, erwärmt diese die Außenwände, was die Wärmebilder verfälscht.

Wann Ihre Gebäude-Thermografie genau stattfindet, teilen wir Ihnen ungefähr eine Woche im Voraus mit.

2. Wie soll ich mein Haus auf die Thermografie vorbereiten?

Beginnen Sie mindestens zwölf Stunden vor Ihrem Thermografie-Termin, alle Zimmer Ihres Hauses gleichmäßig zu beheizen. Die Raumtemperatur sollte zum Zeitpunkt der Aufnahmen rund 20 Grad Celsius betragen. Schalten Sie dazu gegebenenfalls die Nachtabsenkung Ihrer Heizung vorübergehend ab und öffnen Sie Innentüren, damit sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilen kann.

Ab zwei Stunden vor den Aufnahmen sollten Sie Rollläden beziehungsweise Fensterläden geöffnet und alle Fenster geschlossen halten.

Der Thermograf benötigt für die Aufnahmen einen Abstand von 10 bis 15 Metern zum Haus. Achten Sie darauf, dass zum Zeitpunkt des Fototermins keine Fahrzeuge die Sicht auf das Gebäude versperren. Parken Sie diese gegebenenfalls vorher um. Lagert an der Hausfassade beispielsweise Brennholz oder ist diese mit Efeu bewachsen, können wir an dieser Stelle keine Thermografie durchführen.

 3. Wie lange dauert der Vor-Ort-Termin einer Thermografie?

Mit unserer Wärmebildkamera machen wir aus unterschiedlichen Perspektiven insgesamt sechs Aufnahmen von Ihrem Gebäude. Dabei sind auch Detailaufnahmen, beispielweise von Fenstern, möglich. Dieser Fototermin dauert ungefähr 10 bis 15 Minuten.

4. Muss ich für die Gebäude-Thermografie anwesend sein?

Grundsätzlich müssen Sie für das „Fotoshooting“ nicht selbst vor Ort sein. Stellen Sie in diesem Fall aber sicher, dass der Thermograf freien Zugang zu Ihrem Grundstück hat, um Aufnahmen von allen Seiten Ihres Hauses machen zu können.

Infrarotkamera

Eine Infrarotkamera ist nicht größer als eine handelsübliche Handkamera. Foto: delta GmbH

Sorgen Sie auch dafür, dass sich keine frei laufenden Hunde auf Ihrem Grundstück befinden, und informieren Sie Nachbarn und eventuell andere Hausbewohner über die geplante Thermografie.

Meine Empfehlung lautet aber: Seien Sie bei Ihrem Vor-Ort-Termin persönlich dabei. Wir führen die Thermografie dann mit Ihnen zusammen durch.

Sie können sich somit sofort einen ersten Überblick über den Zustand Ihres Hauses verschaffen.

 5. Welche Informationen bekomme ich in der Auswertung?

Rund zwei bis drei Wochen nach den thermografischen Aufnahmen bekommen Sie von uns Ihren Wärmebildbericht. Dieser enthält alle Infrarotbilder, die wir von Ihrem Haus gemacht haben.

Wärmedämmung

An alten Fenstern können deutliche Wärmeverluste auftreten. Daniel Bleyenberg / pixelio.de

Auf den Fotos sind Gebäudeteile, an denen viel Wärme entweicht, rot dargestellt. Solche mit geringen Temperaturverlusten hingegen blau.

Außerdem geben wir Ihnen Modernisierungshinweise, einen neutralen Überblick über Dämmstoffe und Tipps, wie Sie heiklen Stellen mit teilweise einfachen Mitteln, wie einem Tausch der Fensterdichtungen, beikommen.

Mit Hilfe dieser umfangreichen Auswertung können Sie Maßnahmen für die Energie- und CO2-Reduzierung Ihres Hauses planen.

Haben Sie andere Fragen? Dann nutzen Sie die Kommentarfunktion. Ich beantworte sie Ihnen gern.

Veröffentlicht von Gastautor am 11. Dezember 2015 10:48 in Energie, Services, Spartipps

Kommentare

2 Reaktionen zu “Gebäude-Thermografie: Antworten auf häufige Fragen”
  • Von Häser

    Kann ich als MIETER !!! einer Wohnung auch solch einen Auftrag anmelden und bezahlen, um meinen Vermieter auf Wärmeverluste aufmerksam zu machen ?
    Ronald Häser Antworten

    • Von Sylvia Redlich

      Hallo Herr Häser,
      um unsere Dienstleistung ENSO-Gebäude-THERMOGRAFIE in Auftrag geben zu können, müssen Sie Eigentümer des Hauses sein oder die Zustimmung des Vermieters eingeholt haben. Freundliche Grüße

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