Freiflächenanlage Dohna: Von der Industriehalde zum Solarpark

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Projektleiter Enrico Neuhaus vor der Freiflächenanlage

Enrico Neuhaus war Projektleiter für die Photovoltaikanlage in Dohna. Fotos: Lutz Weidler (3)

Seit Mitte Juli speist in Dohna bei Dresden eine neue Photovoltaikanlage grünen Strom ins öffentliche Stromnetz ein. Unser Unternehmen hat sie auf der Brachfläche eines ehemaligen Industriestandortes errichtet.

Mit einer installierten Spitzenleistung von knapp 2 Megawatt ist sie die größte Sonnenstromanlage unseres Unternehmens. Als Projektleiter maßgeblich an ihrer Entstehung beteiligt gewesen zu sein, macht mich besonders stolz. 

Vor einigen Jahren erwachte der ehemalige Industriestandort am Rande von Dohna wieder zu neuem Leben. Die Fläche wird mit Fördermitteln des Freistaates Sachsen als Gewerbegebiet für die Stadt aufwendig saniert. Auch das alte Haldengelände fand sich als Sondergebiet „Solar“ im Bebauungsplan wieder.

Solarpark Dohna aus der Luft

Der Solarpark wurde auf einer ehemaligen Industriehalde errichtet.

Wir haben die Photovoltaikanlage innerhalb von acht Monaten auf dem Areal errichtet. Sie ist unsere neunte und bisher größte. Um die Fläche von rund 23.000 Quadratmetern optimal zu nutzen, richteten wir die Module nicht wie üblich nach Süden aus, sondern nach Osten und Westen. Dadurch konnten wir die Fläche dichter bebauen und rund das Anderthalbfache der Leistung auf dieser Haldenfläche installieren.

Durch die Ost-West-Ausrichtung erreichen wir zudem eine ausgeglichene Bestrahlung über den Tag: Zwar reduziert sich die Mittagsspitze, zu der nach Süden ausgerichtete Solarmodule den meisten Strom produzieren. Dafür beginnt die Erzeugung bereits etwas früher und endet etwas später.

Der Bau der Anlage begann im November letzten Jahres. Als erstes rammten die Monteure die Pfosten für die Halterungen in den Untergrund. Anschließend installierten sie die Unterkonstruktion aus Längs- und Querträgern.

Solarmodule des Solarparks Dohna mit Ost-West-Ausrichtung

Die Ost-West-Ausrichtung der Solarmodule sorgt für eine gleichmäßigere Bestrahlung über den Tagesverlauf.

Insgesamt 7.392 Module des sächsischen Herstellers Solarworld fanden darauf Platz. 30 Wechselrichter wandeln die von den Modulen erzeugte Gleichspannung in 230/400 Volt Wechselspannung um. In der Übergabestation wird diese Niederspannung auf Mittelspannung erhöht und ins 20-Kilovolt-Netz der ENSO NETZ eingespeist.

Insgesamt erwarten wir einen Ertrag von bis zu 1.880 Megawattstunden Sonnenstrom aus der Anlage. Diese Menge entspricht dem Jahresstromverbrauch von etwa 700 Haushalten im ländlichen Raum.

Wenn Sie mehr über unsere neue Freiflächenanlage erfahren möchten, haben Sie zur „2. Dohnaer Hofnacht“ am 29. Juli die Möglichkeit dazu. Von 16:30 Uhr bis 18 Uhr stelle ich Ihnen unser Projekt „Solarpark Dohna“ im Detail vor. Vom Rathaus haben Sie zudem die Möglichkeit, einen Blick aus der Vogelperspektive auf die Anlage zu werfen. Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Veröffentlicht von Mitarbeiter/in am 27. Juli 2016 09:49 in Energie, Erneuerbare Energien

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