ENSO-Energie-Erlebnispfad: Technik zum Anfassen und Staunen

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Mike Vodicka

Regelmäßig schaut Mike Vodicka auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad nach dem Rechten.

Es ist 8 Uhr morgens. Ich bin auf dem ENSO-Energie-Erlebnispfad im Rabenauer Grund zwischen Freital-Cossmannsdorf und Rabenau unterwegs. Gerade komme ich an meinem ersten Tagesziel an – dem Erlebnisbereich am Wasserkraftwerk Rabenauer Grund.

Aber ich bin nicht der Erste hier an diesem verregneten und kühlen Morgen. Zwei ältere Damen im Nordic-Walking-Outfit machen sich auf den Weg flussabwärts.

Nun gehöre ich auch zu denen, die immer mal wieder in ihrer freien Zeit auf diesem Streckenabschnitt an der Roten Weißeritz anzutreffen sind. Das liegt vor allem daran, dass ich ganz in der Nähe wohne und gerne die Landschaft fotografiere.

An diesem Apriltag ist das anders. Ich bin dienstlich hier.

Denn seit 2005 koordiniere ich das Projekt ENSO-Energie-Erlebnispfad. Alles, was mit Wartungs- und Reparaturaufträgen, mit Um- und Ausbau oder mit Wegmarkierungen zu tun hat, „wandert“ über meinen Schreibtisch.

Rabenauer-Grund

Idyllisch: der Rabenauer Grund in der Morgensonne

Hin und wieder bin ich auch vor Ort, um nach dem Rechten zu schauen, oder mich mit unserem Reparaturbetrieb, der Firma Schwenke aus Klingenberg, über anstehende Arbeiten abzustimmen. So wie heute.

Im Jahr 2003 haben wir direkt am Wanderweg, der an unserem Wasserkraftwerk vorbei führt, die ersten Exponate zum Thema Erneuerbare Energien aufgestellt. Mehr über die Anfänge erfahren Sie im Blogbeitrag „ENSO-Energie-Erlebnispfad: Wie alles anfing” von Claudia Weinhold. Informativ, robust und wetterfest sind sie, von Sommer bis Winter – immer frei zugänglich.

Im Laufe der Jahre hatte die Witterung dem Material ganz schön zugesetzt. Es war an der Zeit, zu überlegen, wie es mit dem Erlebnisbereich weiter geht.

Wer im vergangenen Herbst regelmäßig im Rabenauer Grund zwischen Freital-Cossmannsdorf und der Rabenauer Mühle unterwegs war, hat sich vielleicht über die Bautätigkeit am Wasserkraftwerk Rabenauer Grund gewundert. Die Planungen für den Umbau begannen jedoch schon zwei Jahre früher. Genau hier.

Die Idee war, mit Exponaten die Energiegewinnung aus Wasserkraft noch „begreifbarer“ zu machen, historische Technik zum Anfassen auszustellen und einen Rastplatz mit Sitzgelegenheiten sowie Wetterschutz zu bauen.

Das Aufmaß des Geländes und eine erste Skizze zeigten jedoch, dass der bestehende Erlebnisbereich zu klein für unser Vorhaben war. Dem ersten Spatenstich ging allerhand voraus: Umsetzungsentwürfe, technische Zeichnungen und statische Berechnungen, Beantragen von Genehmigungen, Kostenvoranschläge, Bauverträge.

Außerdem mussten die Ausstellungsstücke zerlegt, aufbereitet und wetterfest gemacht werden. Fundamente wurden benötigt, das Areal war wieder einzuzäunen.

Erlebnisbereich WKW Rabenauer Grund

Der neue Erlebnisbereich am Wasserkraftwerk Rabenauer Grund mit Turbinenmodellen und historischem Generatorblock

Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Beteiligten waren im September 2016  alle Voraussetzungen geschaffen, dass die Arbeiten ohne Unterbrechung  laufen und nach vier Wochen beendet werden konnten.

Zum Abschluss erhielt der Generatorblock, der vorher 100 Jahre seinen Dienst im Wasserkraftwerk Klingenberg verrichtet hatte, einen Wetterschutz. Diesen Unterstand können auch Wanderer nutzen, wenn sie mal in einen Regenschauer geraten.

Heute bin ich für eine Sichtkontrolle hergekommen, denn der Erlebnisbereich wird für die neue Wandersaison fit gemacht. Dann erlebt  auch unser Exponat  „Wasserkraftturbinen“  seine Feuertaufe.

Mit dem feuchten Element aus einem Hochbehälter können die Besucher drei verschiedene kleine Turbinenmodelle in einer Plexiglas-Kammer antreiben. So erfahren sie spielerisch, wie Wasserkraftwerke funktionieren.

Ich lade Sie ganz herzlich ein, das selbst einmal auszuprobieren. Es lohnt sich, unseren rund 40 Kilometer langen Pfad mit seinen elf Erlebnisbereichen und Stationen in mehreren Etappen zu erkunden. In den zurückliegenden Monaten haben wir alle Informationstafeln erneuert.

Abnahme Windrad

Jüngstes Exponat auf dem ENSO-Energie-Erlebnispad ist das Windrad auf der Neuklingenberger Höhe.

Am Tierpark Höckendorf fand unser Energie-Tachometer einen neuen Standort. Dort können Sie schätzen, wie viel Energie Sie bei verschiedenen Tätigkeiten verbrauchen.

Nach einem etwa halbstündigen Fußmarsch vom S-Bahn-Haltepunkt Klingenberg-Colmnitz erreichen Sie auf der Neuen Höhe unser jüngstes Exponat, ein gut vier Meter hohes Windrad. Sie können es selbst in den Wind drehen und dabei beobachten, wie viel Energie damit gerade erzeugt wird.

Unsere Karte soll Ihnen die Planung Ihrer Ausflüge erleichtern. Hier lässt sie sich herunterladen. Viel Spaß beim Wandern und gute Erholung!

Veröffentlicht von Mitarbeiter/in am 26. April 2017 10:21 in Energie, Erneuerbare Energien, Freizeit, Umwelt, Wissen

Kommentare

3 Reaktionen zu “ENSO-Energie-Erlebnispfad: Technik zum Anfassen und Staunen”
  • Von Claudia Weinhold

    Glückwunsch zur Erweiterung und Neueinweihung! Freut mich sehr für euch, dass alles geschafft ist. ; ) Ich werde bei nächster Gelegenheit mit der Familie und einem Picknickrucksack auf Erkundungstour gehen. Antworten

  • Von Ulrike

    Der Erlebnispfad interessiert mich schon eine ganze Weile, die Karte ist auch sehr schön. Gibt es die auch irgendwo zu erwerben? Damit würde einer schönen Wanderung nichts mehr im Wege stehen...

    Schöne Grüße! Antworten

    • Von Matthias Queitsch

      Hallo Ulrike,

      wenn Sie mir Ihren Namen und Ihre Anschrift per Mail an blog@enso.de mitteilen, sende ich Ihnen per Post gern eine kostenfreie Wanderkarte zu. ;)

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