Energiesparend Rasen mähen

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Wiese

Wird die Wiese im Garten zu hoch, kommt der Rasenmäher zum Einsatz. Foto: Helmut Brunken/pixelio.de

Frühstücksrunden fördern immer wieder interessanten Gesprächsstoff zu Tage. So auch im Büro mit den Kollegen. Bei einer Tasse Kaffee tauschten wir kürzlich unsere Erfahrungen und Meinungen in Sachen Rasenmäher aus. Und ich merkte, dass diese zum Teil recht weit auseinander gehen.

Wie so oft im Leben gilt offensichtlich auch hier: Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Das Richtige ist individuell sehr verschieden und hängt davon ab, worauf der Einzelne besonders Wert legt. Dass der Rasenmäher keine “Energieschleuder” ist, spielt dabei nicht immer die Hauptrolle.

Meine Bloggerkollegen Katja Weinhold, Torsten Barthel, Matthias Queitsch und ich sehen das so…

Claudia Weinhold: Elektromäher

Am Wochenende verschwindet mein Mann regelmäßig im Garten und wenig später höre ich, wie der Rasenmäher surrt. Vor ein paar Jahren war das anders. Zwar gehörte zu unserer Wohnung auch damals schon ein Stück Natur.

Aber das war von so überschaubarer Größe, dass ein mechanischer Handrasenmäher ausreichte. Mit dem schwebte mein Gatte nahezu geräuschlos über die Wiese. Anschließend harkte er die Grasreste mit dem Rechen zusammen, was seiner Fitness zu Gute kam. Das Ergebnis der Handarbeit stimmte uns zufrieden.

Schafe

Bei unseren Kindern als “Rasenmäher” erste Wahl: Schäfchen. Foto: M. Großmann/pixelo.de

Die Familie vergrößerte sich. Das Haus vergrößerte sich. Der Garten vergrößerte sich. Der Handrasenmäher nahm zu viel Zeit in Anspruch. Eine Alternative musste her. Wir diskutierten über Benziner, Stromer, Schaf und Aufsitzmäher.

So groß ist unser Garten nun doch nicht, also entschieden wir uns für einen Elektromäher. Weil er abgasfrei und nicht so laut wie ein Benziner arbeitet. Ein Zweitakt-Rasenmäher – wie er im Profibereich üblich ist – soll pro Stunde so viel CO2 ausstoßen wie 200 Autos mit Katalysator. Pfui Teufel! Nicht in meinem Garten!

Außerdem ist er kostengünstiger in der Nutzung: Pro Betriebsstunde benötigt unser Elektrogerät Strom für rund 47 Cent, ein Benzinmäher hingegen Treibstoff für etwa 1,27 Euro.

Und der Auffangkorb ist praktisch. Anders als beim Handrasenmäher entfällt das anschließende Zusammenrechen. Wermutstropfen: Das Kabel stört und ist immer im Weg. Und die körperliche Fitness ist durchs Rasenmähen auch nicht mehr gewährleistet.

Torsten Barthel: Benzinmäher

Bei der Wahl meines Rasenmähers standen die Umwelt und das Energiesparen nicht im Vordergrund. In erster Linie waren es praktische Gründe, wie die Größe des Grundstücks, die Schnittbreite des Mähers, das Volumen des Fangkorbes, richtig „Bums“ unter der Haube und die Tatsache, dass der Rasenmäher selbst fährt.

Bezinrasenmäher

Bei hohem Gras und unregelmäßigem Gelände ist ein Benzinrasenmäher mit “Bums” erste Wahl. Foto: Gordon Gross/pixelio.de

Warum? Ganz einfach, der Rasen, den ich zu pflegen habe, ist rund 600 Quadratmeter groß, gespickt mit vielen Bäumen, Sträuchern und Beeten. Bei diesen Gegebenheiten während des Mähens mit einem Stromkabel zu hantieren, käme einer Übung aus der „Rhythmischen Sportgymnastik“ gleich.

Außerdem haben wir ein Grundstück mit Gefälle und was das an Krafteinsatz bedeutet, brauche ich wohl niemandem zu erklären, der schon einmal einen Mäher mit vollem Fangkorb ohne Motorisierung den Berg hoch geschoben hat.

Ohne lange zu überlegen, stand die Entscheidung für den Benziner fest. Am Wochenende stimme ich dann mit dem Geknatter des Rasenmähers in das Konzert der Nachbarn ein. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass diese Entscheidung richtig war und spätestens nach dem zweiten Schnitt über (durch) das Kabel denkt vielleicht auch der ein oder andere E-Rasenmäher-Schieber über einen Benziner nach.

Mein Fazit: Der Benzinrasenmäher ist für mich die erste Wahl, weil das Grundstück Gefälle hat, groß und mit vielen Gewächsen bepflanzt ist.

PS: Zur Zeit mähe ich einen Teil des Rasens wieder mit der guten alten Sense, denn die Kaninchen lieben das tägliche Grün von der Wiese – Umwelt: Daumen hoch!

Katja Weinhold: Akkumäher

Auch in unserer Familie ist Rasenmähen Männersache. Jeden Montag – wenn das Wetter mitspielt – sind Papa und Sohn im Garten unterwegs.

Wir hatten uns vor Jahren schon für einen elektrisch betriebenen Rasenmäher entschieden, da uns für unsere 400 Quadratmeter Wiese der hohe Anschaffungspreis, der Krach und das umständliche Betanken eines Benziners in keinem Verhältnis zur „Kabel-Freiheit“ standen.

Fußballrasen

Nach dem Mähen lässt es sich auf dem Rasen wieder gut Fußballspielen. Foto: Rike/pixelio.de

Im Frühjahr wollte unser treuer Rasenmäher nun nicht mehr so recht und nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für einen Akkurasenmäher. Ausgestattet mit zwei Akkus – die zusammen durchschnittlich für eine Stunde Mähen halten und circa 600 Quadratmeter schaffen – sind die Männer nun unabhängig vom Stromkabel und drehen mit noch größerem Enthusiasmus ihre Kreise.

Das kleine Fußballfeld im Garten bekommt bei jedem Schnitt eine neue Struktur verpasst und Bäume werden spiralförmig umkurvt. Dabei zahlt sich aus, dass der Mäher im Vergleich zu den anderen Varianten sehr leicht ist und die Nerven der Nachbarn schont, da er noch leiser arbeitet als ein klassischer Stromer.

Wenn die Wiese gemäht ist, packen wir die Akkus ins Ladegerät und der nächste Montag kann kommen.

Matthias Queitsch: Mähroboter

Ich habe weder Haus, noch Garten, sondern nur einen Balkon. Die Frage nach dem passenden Rasenmäher brannte mir deshalb noch nicht unter den Nägeln.

Wie Sie in meinen anderen Blogbeiträgen vielleicht schon gelesen haben, interessiere ich mich aber für Trends und Innovationen. Deshalb komme ich an einer Neuheit auch ohne das passende Grün nicht vorbei – dem Mähroboter.

Rein äußerlich erinnert er an eine dicke Frisbeescheibe, die führerlos über den Grasteppich schwebt und die Halme auf Einheitslänge stutzt. Mit Hilfe leistungsstarker Akkus können einige Modelle mittlerweile Rasenflächen von der Größe mehrerer Fußballfelder mähen.

Mähroboter

Der Mähroboter verrichtet sein Tagwerk still und ohne unser Zutun. Eine Alternative für technikbegeisterte intelligent-faule Gärtner. Foto: Wolfgang Dirscherl/pixelio.de

Zuvor muss ein dünner Begrenzungsdraht entlang der Rasenkante verlegt werden. Dieser zeigt dem Roboterschaf seine Grenzen auf und sorgt dafür, dass es sich nicht früher oder später in Nachbars Blumenbeeten austobt.

Zu einprogrammierten Zeiten verlässt der kleine Helfer selbstständig seine Ladestation. Nach getaner Arbeit fährt er von alleine dahin zurück, um seine Akkus für den nächsten Einsatz aufzuladen.

Abhängig von der Größe der Rasenfläche und dem gewählten Mäher-Typ fallen dafür rund 30 Euro im Jahr an Stromkosten an. Das ist ungefähr so viel, wie ein Kühlschrank mit Gefrierfach der Effizienzklasse A+ verbraucht. Solar Hybrid Modelle beziehen ihre Energie darüber hinaus aus einem Solarpanel, das am Chassis angebracht ist. Dadurch lässt sich die Mähzeit um bis zu 30 Prozent steigern.

Ich halte Mähroboter für eine echte Alternative zu konventionellen Rasenmähern. Der hohe Grad an Technik hat aber auch seinen Preis: Ab circa 1.000 Euro sind sie aktuell im Handel erhältlich. Wenn ich mal Haus und Garten habe, sind sie hoffentlich schon billiger. Technikbegeisterte Rasenfreunde gehen jedenfalls geruhsamen Zeiten entgegen!

Und welcher “Rasenmähertyp” sind Sie?

Veröffentlicht von Claudia Weinhold am 27. Juni 2014 11:20 in Energie, Freizeit, Spartipps

Kommentare

3 Reaktionen zu “Energiesparend Rasen mähen”
  • Von Anna

    Hallo, ein weiterer Vorteil des Mähroboters ist es, die Grasmahd nicht entsorgen zu müssen. Die geschnittenen Halme sind so kurz, dass sie als Dünger liegen bleiben können. Ich selber bin von Natur aus bequem ;) Mein Favorit ist deswegen der Mähroboter.
    Grüße, Anna Antworten

  • Von Claudia Weinhold

    Guter Punkt, Anna. Heißt aber, dass der Roboter quasi im Dauereinsatz ist, oder? Wenn ich daran denke, wie schnell in den Sommermonaten das Gras nachwächst, dürften die Halme schon nach einer Woche wieder zu lang sein. Das Roboterschaf müsste also noch öfter durch den Garten kurven. Ist das so? Antworten

  • Von Julian

    Hallo, ja das ist so. Mähroboter sind, empfohlen von vielen Herstellern, alle zwei Tage im Einsatz.
    Viele Modelle können sogar bei Regen mähen. Andere hingegen besitzen einen Regensensor und kehren dann wieder zu Ladestation zurück.
    Viele Grüße Antworten

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