Energieverbrauchs-Analysator im Test

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Torsten Barthel gibt seine Verbrauchsdaten am Stromzähler in die App ein.

Ihre Verbrauchsdaten für Strom, Gas und Wasser können Sie direkt am Zähler in die App eingeben.

Eine weitere Energiespar-App hat den Weg auf mein Smartphone gefunden. Es ist der Energieverbrauchs-Analysator (Energy-Consumption-Analyzer for Android – ECAS), den wir Ihnen auch im aktuellen ENSO-Magazin vorstellen.

Ich habe ihn kostenfrei im Google Play Store heruntergeladen und für Sie getestet. In meinem Blog-Beitrag erfahren Sie, wie er funktioniert und ob sich eine langfristige Nutzung lohnt.

Was kann diese App?

Diese App hilft, Ihren Energieverbrauch im Haushalt zu erfassen, zu analysieren, Trends zu berechnen und grafisch darzustellen. Kurz gesagt, Sie bekommen das zu sehen, was in der Regel still und leise im Hintergrund abläuft.

ECAS-Zähler Details

Ein neuer Zähler ist mit der App schnell angelegt. Foto: Google Play Store

Dazu müssen Sie die App mit Ihren Verbrauchsdaten und einigen Zusatzinformationen “füttern” - beispielweise, ob ihr Zähler nur den Verbrauch oder auch die Energieproduktion zählt, sofern Sie eine eigene Erzeugungsanlage haben, die ins Netz einspeist.

Die Zählerstände lesen Sie direkt an den Zählern ab oder entnehmen sie der Verbrauchsabrechnung für Strom, Gas oder Wasser. Die App kann beliebig viele Zähler verarbeiten. Das ist für Nutzer interessant, die zum Beispiel über einen extra Zähler den Verbrauch ihrer Wärmepumpe erfassen.

Mit der Funktion “virtueller Zähler” können Sie mehrere Zählerstände zusammenfassen und summierte Werte verarbeiten. Interessant für Garagengemeinschaften oder Gartensparten, bei denen mehrere  Unterzähler im Einsatz sind.

Sensoren für Wind-, Temperatur- oder Strahlungsmessungen können Sie ebenfalls anlegen. Das interessiert sicher Nutzer, die Energie aus Sonne oder Wind einspeisen und die Daten in die Gesamtbetrachtung einfließen lassen wollen.

Zusätzlich zum Energieverbrauch haben Sie die Möglichkeit, Folgendes hinterlegen:

  • die Einheit der Verbrauchsmenge
  • die Währung, in der abgerechnet wird
  • die Kosten pro Einheit
  • und die fixen Kosten, wie zum Beispiel Grundgebühr pro Jahr.

Diese und weitere Informationen speichern Sie unter dem Menüpunkt Zähler. Unten rechts auf dem Display ist das Menü, um die Informationen zu hinterlegen. Auch Import- und Exportmöglichkeiten für die Verbrauchsdaten werden angeboten. Damit können Sie Ihre Daten sichern und bei Bedarf auf anderen Geräten verwenden.

Menüpunkt Werte mit verschiedenen Zählerständen

Für eine bessere Übersicht können Sie Zählerstände in der App farblich markieren. Foto: Google Play Store

Unter dem Navigationspunkt Werte erfassen Sie Ihre Verbrauchsdaten oder können sich die bereits eingetragenen anzeigen lassen. Das Ganze läuft zählerspezifisch. Sollte mal ein Zähler gewechselt worden sein, haben Sie die Möglichkeit, den ersten Zählerstand des neuen Gerätes mittels Haken „Erste Meldung“ zu kennzeichnen. Um Ihren Gesamtverbrauch zu ermitteln, addiert die App anschließend den Stand des alten und des neuen Zählers.

Zur besseren Übersichtlichkeit können Sie die erfassten Werte farblich markieren und dadurch hervorheben. Sinnvoll ist die Kommentarfunktion, mit der Sie den Verbrauchswert genauer beschreiben können, zum Beispiel „Zwischenablesung“ oder „Jahresablesung“.

Eine so genannte Kennlinie unter dem Navigationspunkt Trend stellt die Verbrauchsintensität grafisch dar. Die App berechnet aus den bereits eingetragenen Datenbeständen eine Verbrauchsabschätzung für die Zukunft, die Sie von jährlich bis stündlich skalieren können. Sinnvolle Werte berechnet das System allerdings nur, wenn Sie es zuvor mit vielen Daten “gefüttert” haben.

Interessant finde ich auch die Möglichkeit, zwischen der Verbrauchs- und der Kostenansicht zu wechseln. Damit wissen Sie nicht nur, was Sie verbraucht haben beziehungsweise schätzungsweise verbrauchen werden. Sie sehen auch gleich, wie sich Ihr Verbrauch in Ihrem Portmonee bemerkbar macht.

Die absoluten Verbrauchswerte finden Sie unter Statistik wieder. In einem Balkendiagramm oder einer Tabelle können Sie die Werte sehen und Änderungen des Verbrauchs oder der Kosten erkennen.

Was gefällt mir an dieser App?

      • Kann nach dem Download ohne Internetverbindung genutzt werden
      • Kostenlos und werbefrei
      • Import- und Exportmöglichkeiten von Daten für Sicherungen und Weiterverarbeitung
      • Sehr gute Bewertungen durch die Nutzer
      • Übersichtliche Darstellung der Verbräuche
      • Ständige Optimierung der App.

 Was gefällt mir an dieser App nicht?

Das Design könnte anwenderfreundlicher sein – statt schwarzem Hintergrund mit weißer Schrift eher schwarz auf weiß. Das erleichtert nicht nur in dunkeln Räumen das Bedienen der App.

Zusammenfassung: Für alle Nutzer, die ihre Verbräuche und Kosten für Strom, Gas, Wasser, Wärme und mehr auf dem Smartphone oder Tablet im Blick haben wollen, ist es genau die richtige App. Dank dieser Lösung gehört die aufwendige EXCEL-Datei der Vergangenheit an. Daumen hoch, diese App bleibt bei mir auf dem Handy.

Veröffentlicht von Torsten Barthel am 5. Juni 2015 11:03 in Energie, Spartipps

Kommentare

6 Reaktionen zu “Energieverbrauchs-Analysator im Test”
  • Von Andre

    Hallo, ich nutze diese App ebenfalls seint ca 2 Jahren. Im Mietshaus zur eigenen Verbrauchskontrolle super.
    Habe jedoch jetzt das Problem, das wie Eigentum haben und eine PV-Anlage auf dem Dach. Der Zähler zeigt an was von der Anlage genutzt wird und was ins Netz eingespeist wird. Mir ist absolut nicht klar, wie ich das in der App eingebe unter einem Zähler. oder müssen doch 2 Zähler für einen Angelegt werden um den Eigenverbrauch dann am Ende doch selber auszurechnen? Antworten

  • Von Torsten Barthel

    Hallo Andre,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich empfehle Ihnen einen neuen Zähler anzulegen, auch wenn alles in einem Gerät gezählt wird. In der App gibt es die Zählerart "Zähler zählt Energieproduktion". Den Zähler anlegen und die Daten eintragen. Zur Übersicht vielleicht noch die Werte, grün für Produktion und rot für Entnahme, eintragen. Das macht die Darstellung noch übersichtlicher.

    Viele Grüße Torsten Barthel Antworten

  • Von Andre

    Vielen dank für die Antwort, so habe ich es nach mehrmaligem hin und her überlegen auch gemacht, nebst einer Excel-Tabelle (back to the roots :D ) weil ich gern die effizienz der Anlage / Stromverbrauch im Blick haben möchte. Antworten

  • Von Ralf

    Finde die App und Ihre Erklärung super. Mein Problem ist aber mit der Eingabe der Preise pro Einheit und Grundpreis.
    Da kommt die App auf ganz anderen Preis als ich! Einheit hatte ich eingegeben als 0.2871 eingegeben und den Grundpreis pro Monat mal 12 genommen und diesen eingetragen. Wenn ich dies mit dem Taschenrechner ausrechne ( Verbrauch mal Einheit plus Grundpreis pro Monat komme ich auf einen anderen Betrag! Antworten

  • Von Gerald

    Reihenfolge der Zähler ändern?
    Ich nutze die App schon mehrer Jahren und es sind inzwischen einige Zähler geworden die ich damit erfasse. Was ich noch nicht herausgefunden habe: Wie sortiere ich die Reihenfolge? Die alphabetische Reihenfolge der Zählernameb scheint eine Rolle zu spielen, scheint aber nicht das alleinige Kriterium zu sein

    Gerald Antworten

    • Von Torsten Barthel

      Hallo Gerald,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Vielleicht kann Ihnen Christoph Zens (christoph.zens@gmail.com) eine Auskunft geben. Ich habe die Kontaktdaten im Google-Play-Store gefunden, wo es im Übrigen ein Update für diese App gibt.

      Schöne Grüße Torsten Barthel

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