Energie erleben zwischen Tharandt und dem Rabenauer Grund

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ENSO-Stromtankstelle in Tharandt

An der ENSO-Stromtankstelle in Tharandt können Sie Parken und “Betanken” Ihres Elektroflitzers gut kombinieren.

Am P&R Bahnhof Tharandt befindet sich eine von sechs ENSO-Stromtankstellen. Also schnappe ich mir einen Elektroflitzer aus unserem Fuhrpark und fahre zum vierten Teilabschnitt des Energie-Erlebnispfades nach Tharandt.

Von Dresden aus sind es ja nur 15 Kilometer. Das Gute: während meiner Wanderung kann ich den Mitsubishi i-MiEV an unserer Ladestation wieder aufladen. Ich drehe den Zündschlüssel nach rechts, vernehme ein leises Summen, das stromgetriebene Herz schlägt.

Bis auf die Stille beim Fahren ist der i-MiEV ein ganz normales Auto mit Automatikwählhebel, Radio, Navigationssystem und den üblichen Bedienelementen. Nur das Cockpit mit Digitaltacho, Batterie- und Reichweitenanzeige verraten mir, dass ich in einem Elektroflitzer sitze. Ladekabel angeschlossen, Tankcode eingegeben und ab auf den Pfad.

Stromschnellen-in-der-Wilden-Weißeritz

Der grüne Wegweiser mit dem Wasserrad hält Sie auf dem Energie-Erlebnispfad entlang der Wilden Weißeritz. Foto: René Gaens

Der führt entlang der Wilden Weißeritz vom Wasserkraftwerk Tharandt zum Wasserkraftwerk Rabenauer Grund. Dort befindet sich auch die Station „Elektrizität in unserem Leben“. Für die zirka sieben Kilometer lange Strecke sollten Sie etwa zwei bis zweieinhalb Stunden einplanen. Festes Schuhwerk nicht vergessen!

Folgen Sie dem grünen Pfeil

Der grüne Pfeil mit der Aufschrift „Energie-Erlebnispfad“ weist den Weg. Ich überquere die Gleise der Bahnstrecke Dresden – Werdau und gelange auf den Leitenweg im Tharandter Wald. Die Bäume spenden Schatten. Genau das Richtige bei der Sommerhitze. Und auch auf diesem Abschnitt gilt: um Umwege zu vermeiden, bloß nicht den grünen Wegweiser mit dem Wasserrad aus den Augen verlieren.

An den Weißeritzhängen zwischen dem WKW Tharandt und dem WKW Rabenauer Grund gibt es breite Wege. Sie sind sehr familienfreundlich, fahrradtauglich und es gibt fast keine Steigungen. Beim Wandern entlang der Wilden Weißeritz können Sie die Seele baumeln lassen und die Natur genießen oder bei einem Picknick auf einer der vielen Bänke dem Rauschen des Flusses lauschen.

Rabenauer-Grund-nach-der-Flut

Auch im Rabenauer Grund hat das Junihochwasser seine Spuren hinterlassen.

Nachwehen des Junihochwassers

In Freital-Cossmansdorf endet der breite Waldweg. Über eine Asphaltstraße geht es ein Stückchen durch den Ort und vorbei an einem kleinen Park. Dann biege ich rechts ab, Richtung Somsdorf. Meine Wanderschuhe treffen wieder auf Waldboden. Ich laufe stromaufwärts entlang der Roten Weißeritz. Aber leider nur ein paar Meter, dann Erblicke ich eine Vollsperrscheibe.

Das Junihochwasser hat den Wanderpfad weggespült. Momentan ist der Weg zwischen Freital-Cossmansdorf und der Rabenauer Mühle bis auf weiteres geschlossen. Auf dem Abschnitt von Rabenau bis zur Talsperre Malter können Sie aber wieder wandern.

Weißeritztalbahn

Bei einer Fahrt mit der Weißeritztalbahn verspüren Sie Nostalgie pur. Foto: www.weisseritztalbahn.de

Nostalgie und Energie zum anfassen

Brechen Sie Ihre Wanderung an dieser Stelle nicht ab. Laufen Sie zum Haltepunkt Freital-Cossmansdorf und kaufen Sie sich eine Fahrkarte für die Weißeritztalbahn. Die dienstälteste Schmalspurbahn Deutschlands bringt Sie durch den Rabenauer Grund – begleitet vom Zischen des Dampfes und dem Geruch nach Kohle.

Verlassen Sie am Bahnhof Rabenau den Zug und setzen Sie Ihre Wanderung fort. Gegenüber der Haltestelle, an der Rabenauer Mühle, befinden sich die Energie-Erlebnisstationen „Strom und Wärme aus Sonnenenergie“. Dort finden Sie Antworten auf Fragen wie: „Welche Materialien speichern die Wärme der Sonne am Besten?“ oder „Wie kann man Strom aus Sonnenenergie gewinnen?“.

Strom-aus-Sonnenenergie

Sonnenenergie zum “Anfassen” an der Rabenauer Mühle. Foto: René Gaens

Ich mache an der Vollsperrscheibe in Freital-Cossmansdorf allerdings wieder kehrt und laufe zurück zum Ausgangspunkt meiner Wanderung – zur ENSO-Stromtankstelle am P&R Bahnhof Tharandt. Dort steht mein wieder voll aufgeladener Elektroflitzer. Auf dem Rückweg gönne ich es mir, die Klimaanlage einzuschalten. Es ist ja nur ein kurzer Weg zurück nach Dresden.

Falls Sie Lust bekommen haben, den vierten Abschnitt des Energie-Erlebnispfades zu erkunden, dann schnüren Sie Ihre Wanderschuhe und los geht´s. Aber vergessen Sie nicht, bei diesen Temperaturen ausreichend Flüssigkeit mitzunehmen.

Veröffentlicht von Martin Waldau am 25. Juli 2013 16:00 in Energie, Erneuerbare Energien, Freizeit
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