Energie-ABC: Solarthermie

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Solarthermieanlage

Eine Solarthermieanlage deckt bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs pro Jahr. Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

Wer aufmerksam durch die Lande fährt, sieht auf den Dächern oft dunkle, rechteckige Flächen. Die meisten denken, es handelt sich dabei um eine Photovoltaikanlage.

Bei genauerem Hinsehen fallen aber Unterschiede auf. Denn es sind keine Module, sondern Sonnenkollektoren, die zu einer Solarthermieanlage gehören.

Während eine Photovoltaikanlage aus Sonnenstrahlen elektrische Energie erzeugt, liefert eine Solarthermieanlage Wärmeenergie.

Und so funktioniert ein solche Anlage: Die Sonnenenergie wird im Solarkollektor aufgefangen. Eine Flüssigkeit nimmt die entstehende Wärme auf. Anschließend transportiert eine elektrische Pumpe die Flüssigkeit zu einem Wärmetauscher, der sich in einem Speicher befindet.

Hier wird die Wärme an das Trink- und/oder Heizwasser abgegeben. Die Flüssigkeit kühlt sich ab und gelangt anschließend wieder zum Sonnenkollektor, wo sie erneut erwärmt wird. Der Kreislauf beginnt von vorn.

Dieses Video erläutert das Prinzip sehr anschaulich:

Sie können es ganz leicht selber ausprobieren: Stellen Sie einen schwarzen, mit kaltem Wasser gefüllten Behälter in die Sonne. Das Wasser im Behälter ist nach kurzer Zeit deutlich wärmer.

In Einfamilienhäusern eignen sich Solarthermieanlagen als Ergänzung zur bestehenden Raum- und Warmwasserheizung. Am häufigsten werden sie zum Erwärmen von Trinkwasser genutzt.

Ist die Anlage richtig berechnet und errichtet,  deckt sie in den Sommermonaten fast den gesamten Warmwasserbedarf.

Übers Jahr gerechnet sind es rund 50 bis 60 Prozent. Die Größe von Kollektorfläche und Speicher richtet sich nach der Anzahl der Personen, die zum Haushalt gehören.

 

Veröffentlicht von Marian Beck am 18. März 2016 08:39 in Energie, Erneuerbare Energien, Spartipps, Umwelt

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