Ein Blick hinter die Kulissen meines Azubi-Lebens

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An meinem Arbeitsplatz im Kundenservice

Mein Name ist Maria Erhard, ich bin 18 Jahre alt und seit August 2010 Auszubildende zur Kauffrau für Bürokommunikation bei ENSO.

Angefangen hat alles beim Tag der offenen Tür im gewerblichen Ausbildungszentrum auf der Hahnebergstraße in Dresden. Dort kam ich mit einem Azubi über Ablauf und Organisation der Ausbildung ins Gespräch. Außerdem erzählte er mir, dass Teamfähigkeit und das gemeinsame Lernen groß geschrieben werden – beide Punkte spielten für meine Wahl eine wichtige Rolle. Sofort war mir klar, dass ich meine Ausbildung bei ENSO machen möchte. Voller Begeisterung schrieb ich eine Bewerbung, wurde zum Eignungstest eingeladen und bestand. Es folgte ein Vorstellungsgespräch und im Februar 2010 unterzeichnete ich meinen Ausbildungsvertrag. Erst da wurde mir bewusst, dass ich mich gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt hatte.

Kennen lernen auf dem Energie-Erlebnispfad

Um schon vor dem ersten Ausbildungstag zu wissen, wer meine Mit-Azubis sind, folgte ich der ENSO-Einladung zur “Kennenlernwanderung“ auf dem Energie-Erlebnispfad durch den Rabenauer Grund. Wenig später war es dann endlich soweit. Der erste Ausbildungstag in der Hauptverwaltung am Dresdner Hauptbahnhof begann.

Jungfernfahrt mit unseren selbstgebauten Flößen

Meine Ausbildung setzt sich im ersten und zweiten Lehrjahr aus zwei Schul- und drei Arbeitstagen pro Woche zusammen. Im dritten Jahr ist es nur noch ein Schultag. So entsteht viel Abwechslung und eine Woche vergeht wie im Flug.

Zu Beginn des ersten Lehrjahres fuhren wir mit unseren Ausbildern zu einem sozialpädagogischen Seminar nach Sayda. Kurse in Arbeitsschutz und -sicherheit sowie das Training sozialer Kompetenz standen auf dem Programm. Aufgeteilt in Teams hatten wir u. a. die Aufgabe, ein Floß zu bauen, auf dem alle Gruppenmitglieder Platz finden. Um es zu testen, stachen wir gemeinsam in See. Doch schon das Einsteigen gestaltete sich als schwierig – niemand blieb trocken. Abends saßen wir zusammen, erzählten, lachten und vergaßen oft die Zeit. Diese Woche blieb mir in besonderer Erinnerung und schweißte uns als Gruppe stark zusammen.

Abwechslung und keine Prüfungsangst

Meine Ausbildung ist in vollem Gange. Alle zwei bis drei Monate wechsle ich in eine andere Abteilung. Schon neun habe ich durchlaufen. So lerne ich das gesamte Unternehmen und verschiedene Aufgaben in meinem Berufsfeld kennen. Schriftverkehr sowie Terminplanung und -überwachung gehören dazu. Sehr viel Abwechslung ist garantiert.

Momentan bin ich im Kundenservice eingesetzt. Hier bearbeite ich Einzugsermächtigungen, prüfe Rechnungskorrekturen und erhöhe Abschlagspläne auf Wunsch des Kunden. Meine theoretisch erworbenen Kenntnisse kann ich in meinen praktischen Einsätzen sehr gut anwenden – besonders die aus den Fächern Büroorganisation, Rechnungswesen, Wirtschaftslehre und Textverarbeitung. Zwischendurch lösen wir Prüfungsaufgaben oder arbeiten an kleinen Projekten. Eine schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag bieten auch Exkursionen in das Kraftwerk Mitte oder das Hochspannungslabor der TU Dresden. Dank der intensiven Vorbereitung und des gegenseitigen Austausches habe ich mittlerweile keine Angst mehr, wenn ich an meine Abschlussprüfung denke.

Das Cloud Gate im Millenium Park von Chicago

Einmal Dresden – USA und zurück, bitte

Im Oktober 2011 hatte ich die Möglichkeit, an einem von meiner Berufsschule organisierten Schüleraustausch in die USA teilzunehmen. Es ging nach Chicago sowie Rapid City und Watertown – beides Städte im Bundesstaat South Dakota. In letzterer wohnte ich bei einer amerikanischen Familie und besuchte für zwei Wochen die High School. Jeden Morgen sang ich im Chor – laut, falsch, aber mit Begeisterung. Nach vier Wochen kehrte ich mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck wieder zurück.

Nun habe ich schon die Hälfte meiner Ausbildung absolviert. Ich konnte Erfahrungen mit der Unternehmenssoftware SAP sammeln, bin sicherer im Umgang mit Excel, habe das “10-Finger-Tastenschreiben” gelernt und weiß, wie ich Geschäftsbriefe schreiben muss. Meine Erwartungen an die Berufsausbildung haben sich bis jetzt voll erfüllt. Nach den bisherigen Erlebnissen und Eindrücken kann ich nun nur noch gespannt sein, was mich als nächstes erwartet.

Falls Ihr Fragen zu meiner Ausbildung habt, dann immer her damit!

Veröffentlicht von Nachwuchs am 16. Mai 2012 14:37 in Karriere
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