e2rad: Mit Pedelecs vom Bodensee nach Berlin – Teil 1

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Steffen Buck vom e2rad-Team

Mit Liegetrike dabei: Steffen Buck. Fotos e2rad

Vergangene Woche war eine 15-köpfige Truppe mit Elektrorädern vom Bodensee nach Berlin unterwegs. Unser Unternehmen unterstützt die Aktion.

Die 1.150 Kilometer lange Strecke führte die Radler unter anderem durch Sachsen. Nach einer bergigen 150-Kilometer-Etappe von Gera aus legte das Team Zwischenstopp in Dresden ein.

Ich habe Steffen Buck, einem der Mitstreiter, neugierig ein paar Fragen gestellt.

Woher kommt die Idee für die Tour? Mit welchem Ziel sind Sie an den Start gegangen?

e2rad will Pedelecs bekannter machen. Vor fünf Jahren haben einige Professoren der DHBW Ravensburg, Campus Friedrichshafen, das Projekt initiiert. Seitdem betreut es Jahr für Jahr ein wechselndes Projektteam aus dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit technischem Management im Rahmen der Vorlesung “Angewandtes Projektmanagement”. Ich gehöre dazu.

Pedelecs im Langstreckentest

Im Langstreckentest: Lassen sich beim Fahren mit Pedelecs gesundheitliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Rädern nachweisen?

In diesem Jahr wollen wir herausfinden, wie ein Pedelec gegenüber einem normalen Fahrrad mit Blick auf die Leistung abschneidet. Wir wollen beweisen, dass es für Vielfahrer, untrainierte oder ältere Personen gleichermaßen gut geeignet ist und sowohl funktionale als auch gesundheitliche Vorteile aufweist.

Ein Pedelec vermeidet Belastungsspitzen, wie sie beispielsweise beim bergauf fahren auftreten. Der Fahrer bleibt auf einem konstanten Belastungslevel, was für die Gelenke und auch für den Fettabbau von Vorteil ist. Ein Effekt, der für viele ein Grund sein könnte, öfter mal mit dem Pedelec anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. ;-)

Wer hat die diesjährige Tour geplant und warum dieser Streckenverlauf?

Acht Wirtschaftsingenieurstudenten haben sich darum gekümmert. Zur Organisation gehörten vielerlei Dinge wie Sponsorensuche, Beschaffung der Räder und Ausrüstung, Öffentlichkeitsarbeit, Messeauftritte usw.

Start und Ziel legten wir im Projektteam gemeinsam fest. Nachdem die e2rad-Crew vom vergangen Jahr nach Brüssel fuhr und dort mit EU-Kommissar Günther Oettinger über Elektromobilität diskutierte, wollten wir das Thema dieses Jahr ins Herz der Politik Deutschlands tragen: nach Berlin.

Vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt in Dresden

Lohnenswertes Etappenziel – die Landeshauptstadt Dresden.

Entlang der Route suchten unsere Tourenplaner Theresa Leopold und Markus Kube interessante Städte und Landschaften.

Wichtig war auch, dass es Radwege gibt. Die beiden verwendeten mehrere Radwegeplaner sowie Google Earth, um vorab einen Eindruck über die Strecke zu gewinnen.

Zusätzliche Unterstützung bekamen sie von Bernhard Glatthaar, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden des ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. Bodenseekreis, der die Tour auch mitfährt.

Perfektes Stichwort für die nächste Frage: Was sind das für Leute in Ihrem Team?

Das e2rad-Team selbst besteht aus acht Studenten und dem betreuenden Professor Dr. Jürgen Brath, der die gesamte Tour ohne elektrische Unterstützung fährt! Lediglich für unsere Leistungsstudie mussten wir ihn verpflichten, eine Etappe mit dem Pedelec zu fahren. Unsere sechs externen Teilnehmer sind bunt gemischt, der älteste ist 69 Jahre alt, aber wahrscheinlich sportlicher als manch studentischer Radler. :-) e2rad fördert also nicht nur die Elektromobilität, sondern verbindet auch Generationen.

Was bedeutet eigentlich e2rad – woher kommt der Name?

Das „e“ steht für „elektrisch“ und die „2“ signalisiert, dass wir auf zwei Rädern fahren – elektrisch angetriebene bzw. unterstützte Zweiräder also. Der Name wurde bei der Projektinitiierung festgelegt. Seither hat sich e2rad vor allem im Bodenseekreis etabliert und ist vielerorts bekannt.

… Wieder was dazu gelernt. Am Freitag folgt Teil 2 zu diesem Beitrag. Darin werden wir von Steffen Buck erfahren, wie sich das Team auf die Tour vorbereitet hat, wie die Radelwoche verlaufen ist und wie es mit dem Projekt weiter gehen soll.

Veröffentlicht von Claudia Weinhold am 6. Mai 2014 18:48 in Elektromobilität, Energie

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