Dual Studieren an der Berufsakademie Dresden

  • Beitrag abonnieren
  • Beitrag empfehlen 5
  • 0
Franziska Wels

Franziska Wels ist Referentin an der Berufsakademie Sachsen in Dresden und wirbt um Studenten.

Wenn ich die Zeitung aufschlage, das Radio einschalte oder ins Fernsehprogramm schaue – überall stoße ich auf die Begriffe Fachkräftemangel und demografischer Wandel. Zumeist tauchen beide in Kombination auf. Es gibt zahlreiche Ansätze, mit dieser Herausforderung umzugehen. Duale Studiengänge sind einer davon.

Unternehmen benötigen möglichst zeitnah praxistaugliche Hochschulabsolventen. Junge Leute streben immer mehr danach, nicht nur Wissen zu pauken, sondern es in der Arbeitswelt  zu erproben. Beim dualen Studium wird die Praxis in die Lehre integriert und mit der Theorie verzahnt. Daher auch die Bezeichnung: praxisintegriertes Studium. An der Berufsakademie (BA) Sachsen gibt es das seit mehr als 20 Jahren.

Etwa alle zwölf Wochen wechseln die Studenten zwischen Theorie und Praxis. Sie wenden das an der BA erlangte Wissen in einem Unternehmen an und können umgekehrt Problem- und Fragestellungen aus der Praxis in der wissenschaftlichen Studienphase bearbeiten.

Um an der Berufsakademie Dresden studieren zu können, ist ein Praxispartner Voraussetzung. ENSO ist eines der Unternehmen, die das Erfolgskonzept „Praxisintegriertes Studium“ von Anfang an erkannt und unterstützt haben. 1991 wurde die Berufsakademie in Dresden gegründet. Als Partnerunternehmen für die Studiengänge Betriebswirtschaft-Industrie und Wirtschaftsinformatik stand die ENSO AG mittlerweile rund 40 Studierenden zur Seite.

Franziska Wels beim Hochschultag an der BA Dresden

Auf dem Hochschultag erläutere ich, wie Theorie und Praxis beim dualen Studium verzahnt sind.

Wer sich bei einem Praxispartner um einen Studienplatz bewirbt, muss die Fristen der Unternehmen beachten. So nimmt ENSO zum Beispiel Bewerbungen für das kommende Studienjahr 2014 noch bis zum 31.12.2013 entgegen. Hat ein Kandidat überzeugt, unterzeichnet das Unternehmen mit ihm einen Ausbildungsvertrag für das dreijährige Studium.

Das Studium verlangt eine Menge Eigeninitiative. Schließlich soll in drei Jahren Theorie und Praxis ein akkreditierter Bachelorabschluss wie an der Universität oder Fachhochschule erworben werden. Doch das hat auch Vorteile: Schon während des Studiums kann sich jeder wertvolle berufliche Kontakte aufbauen, sich im Berufsfeld einarbeiten und sogar noch Rentenpunkte sammeln, da er gleichzeitig sozialversicherungspflichtig und Student/in ist. Nicht zu vergessen: Ein abendlicher Nebenjob ist überflüssig. Denn der Praxispartner zahlt eine monatliche Vergütung in Höhe von mindestens 400 Euro für die gesamte Studienzeit.

Campus der Berufsakademie Dresden

Der neue Campus bietet jungen Leuten optimale Rahmenbedingungen für das Studium.

Zum letzten Studientag nach drei Jahren haben fast alle BA-Absolventen einen Arbeitsvertrag – zumeist Übernahmevertrag beim Praxispartner – in der Tasche. Sehr häufig erreichen sie verantwortungsvolle Positionen in ihren Unternehmen, beispielsweise als Produktionsleiter oder Personalverantwortlicher. Und nicht selten betreuen die Absolventen dann selbst Studierende.

Auch dafür ist ENSO ein gutes Beispiel. So hat Sven Kretzschmar aus der Personalabteilung vor einigen Jahren Betriebswirtschaft-Industrie bei uns an der BA Dresden studiert. Heute arbeiten wir zusammen und suchen gemeinsam nach jungen Leuten, die bei ihrem Studium Theorie und Praxis verbinden wollen.

Zum Hochschultag am 09. Januar 2014 öffnet die Staatliche Studienakademie Dresden wieder ihre Türen für Interessenten, die Studienluft schnuppern möchten. Ich lade Sie herzlich dazu ein! Hier im ENSO-Blog beantworte ich Ihre Fragen aber gerne auch schon vorher.

Veröffentlicht von Gastautor am 9. Dezember 2013 11:57 in Karriere
Abgelegt unter: ,

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare verfasst!

  • Name*

  • E-Mail*