Pro und Contra: Ausbildung oder Studium?

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Student Jakob Wilk und Azubi Dirk Schumann

Ausbildung oder Studium? Student Jakob Wilk(l.) und Azubi Dirk Schumann haben ihren Weg gefunden.

Ausbildung oder Studium – vor dieser Frage stehen jährlich tausende Jugendliche, auch in Sachsen. Bundesweit entscheiden sich seit Jahren immer weniger Schüler für eine Berufsausbildung, immer mehr für ein Studium (Quelle: MDR).

Als Ausbildungsbetrieb und Praxispartner für Studenten bietet ENSO für beide Bildungswege attraktive berufliche Perspektiven. Doch was spricht für eine Ausbildung oder ein Studium? Wir, Dirk Schumann und Jakob Wilk, haben beides ausprobiert und erklären, welche Variante die bessere für uns ist.

Dirk Schumann schätzt den Praxisbezug seiner Ausbildung

Ich bin bei ENSO Informatikkaufmann-Azubi im zweiten Lehrjahr. Mir gefällt, dass ich dabei bereits von Beginn an praxisbezogen im Unternehmen arbeite. Während meiner Ausbildung lerne ich verschiedene Unternehmensbereiche kennen und unterstütze meine Kollegen bei den unterschiedlichsten Tätigkeiten – zum Beispiel im energiewirtschaftlichen Controlling oder bei der Weiterentwicklung unseres Intranets.

Beim praktischen Arbeiten hat sich schnell herausgestellt, wo meine Stärken liegen. Ich bin nicht nur zuverlässig beim Erledigen eigener Aufgaben, sondern bringe auch eigene Vorschläge ein.

Azubi Dirk Schumann am Serverschrank bei ENSO

Azubi Dirk Schumann überprüft und wartet die Server im ENSO-Rechenzentrum.

Darüber hinaus habe ich durch die Zusammenarbeit mit anderen Azubis Souveränität beim Koordinieren von kleinen Projekten erlangt. Dass meine Kollegen meine Hilfe schätzen,  ist ein schönes Gefühl. Es motiviert mich. Mit der Ausbildungsvergütung bin ich finanziell unabhängig.

Nach meinem Abitur schrieb ich mich zunächst für den Studiengang „Verkehrswirtschaft“ an der Universität ein. Die Freiheiten, die das Studium mit sich bringt, empfand ich als sehr angenehm. Allerdings habe ich nach einiger Zeit festgestellt, dass die Studieninhalte nicht meinen Vorstellungen entsprachen und ich mehr Praxisbezug erwartet hatte.

Während meiner Ausbildung ist mein Arbeitstag klar strukturiert – sowohl im Betrieb, als auch in der Berufsschule. Das vereinfacht den Arbeitsalltag meiner Meinung nach ungemein. Und durch den regelmäßigen Wechsel von Theorie und Praxis kann ich mir angeeignetes Wissen direkt anwenden.

Für mich war die Entscheidung für eine Ausbildung auf jeden Fall richtig. Trotzdem habe ich mich von der Universität noch nicht gänzlich verabschiedet, sondern spiele mit dem Gedanken, nach meiner Lehre noch Wirtschaftsinformatik zu studieren. Meine praktischen Erfahrungen aus der Ausbildung kommen mir dabei bestimmt zugute. Die höhere Qualifikation mit einem akademischen Abschluss und die damit verbundenen Karrieremöglichkeiten finde ich äußerst verlockend.

Jakob Wilk gefällt die Freiheit, die sein Studium ihm bietet

Ich studiere Wirtschaftsinformatik an der HTW Dresden und habe mein Praktikum bei ENSO absolviert. Am Studieren gefällt mir vor allem die Freiheit, mich intensiv in Themen einzuarbeiten, die mich interessieren.

Aktuelles Beispiel: meine Abschlussarbeit zum Thema Qualitätsmanagementsysteme in der IT-Abteilung der ENSO. Darin analysiere ich die bestehenden Prozesse im Unternehmen und optimiere sie.

Jakob Wilk in der Bibliothek der HTW Dresden

Für seine Abschlussarbeit bei ENSO wälzt Student Jakob Wilk reichlich Bücher.

Ich kann selber kreativ sein und eigenständig Lösungen erarbeiten, die dem Unternehmen helfen. Mein Fachwissen aus dem Studium kommt mir dabei sehr zugute. In meiner vorherigen Ausbildung zum Industriekaufmann lernte ich, was bei konkreten Anwendungsfällen zu tun ist, bekam aber kaum Hintergrundwissen vermittelt.

Diese Freiheit erfordert allerdings auch ein hohes Maß an Disziplin. Ich muss meinen Tag selbst organisieren und mich immer wieder motivieren, an den Themen zu arbeiten. Dabei ist mir meine vorherige Ausbildung zum Industriekaufmann eine Hilfe. Denn auch sie verlangte mir ein gewisses Maß an Selbstorganisation ab.

Wer so wie ich bereits praktische Erfahrungen in einer Ausbildung sammeln konnte und gemerkt hat, was ihm liegt, dem fällt die Wahl eines Studiengangs sicherlich leichter.

Hinzu kommt auch dieser Aspekt: Zwar muss ich während meines Studiums finanziell kürzer treten. Im Gegensatz zur Ausbildung bekomme ich fürs Studieren kein Geld. Danach erziele ich aber sicherlich ein höheres Einstiegsgehalt und habe bessere Karrierechancen.

Veröffentlicht von Nachwuchs am 3. Juli 2014 15:29 in Karriere
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