Als Pate Praktikanten den Weg ebnen

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Jenny Warnasch vor dem Hausmodell des CITY CENTERS

Als Azubipate mache ich, Jenny, mit neuen Schülerpraktikanten eine Hausführung durch unsere Hauptverwaltung.

Knapp eineinhalb Jahre bin ich erst aus der Schule raus. Deshalb weiß ich noch ganz genau, wie aufgeregt ich an meinem ersten Tag als Schülerpraktikantin war. Welche Aufgaben kommen auf mich zu? Wie werden die Kollegen sein?

Diese Fragen stellen sich auch die jungen Leute, die in unserem Unternehmen Praxisluft schnuppern. Als Pate versuche ich, ihnen die Aufregung an ihrem ersten Tag zu nehmen und stehe ihnen während der gesamten Zeit zur Seite.

Seit Anfang September bin ich in unserer Personalabteilung im Bereich kaufmännische Ausbildung im Einsatz und übernehme vor allem organisatorische Tätigkeiten.

Besonders viel Spaß macht mir meine Aufgabe als Azubipate. Oft sind es Schülerinnen und Schüler, die ihr Pflichtpraktikum in der achten und neunten Klasse bei uns absolvieren. Viele nutzen auch die Gelegenheit, sich freiwillig in den Ferien einen Eindruck von der Arbeitswelt zu verschaffen.

Nachdem die Bewerbungen eingetroffen sind, erfasse ich sie zunächst in einer Datenbank. Anschließend prüfe ich, wann die Bewerberin/der Bewerber gern zum Praktikum bei uns kommen will. Dann greife ich zum Telefonhörer und frage in den Abteilungen nach, ob sie in dieser Zeit noch freie Plätze haben.

Jenny zeigt den neuen Schülerpraktikanten die Bedienung unserer Bürogeräte.

Auch die Bedienung unserer Bürogeräte will gelernt sein.

Neben der Dresdner Hauptverwaltung können die Mädchen und Jungen auch in unseren Regionalbereichen Großenhain, Bautzen, Görlitz oder Heidenau Praxiserfahrungen sammeln, wenn diese für sie leichter zu erreichen sind.

Ist ein Platz frei, schaue ich mir die Bewerbungen genauer an. Sind die Unterlagen vollständig? Wie ist das Anschreiben formuliert? Wie sind die schulischen Leistungen?

Anschließend reiche ich die Bewerbungsunterlagen an meine Ausbildungsleiterin weiter und gebe eine Empfehlung ab. Sie entscheidet dann, welchem Kandidaten ich eine Zusage schreiben kann.

Bevor wir die jungen Leute bei uns willkommen heißen können, muss ich noch einiges organisieren. Ich kümmere mich beispielweise darum, dass sie eine Zugangskarte für die Hauptverwaltung erhalten, damit sie sich frei in unserem Gebäude bewegen können. Darüber hinaus organisiere ich alle notwendigen Belehrungen, zum Beispiel zum Arbeitsschutz.

Ihr erster Tag bei uns beginnt für “meine Schützlinge” gegen 7:30 Uhr. Ich hole sie am ENSO-Empfang ab und gehe mit ihnen ins Azubi-Zimmer. Dort informiere ich sie zum Datenschutz bei ENSO und zur Gleichbehandlung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Anschließend führe ich sie durchs Haus. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es anfangs nicht einfach ist, sich in den vielen Etagen und Fluren unserer Hauptverwaltung zurechtzufinden. Dann erkläre ich ihnen, wie unsere Bürogeräte - Drucker, Scanner oder Kopierer – funktionieren.

Belehrung über den Datenschutz bei ENSO und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

Vielleicht nicht spannend, aber wichtig: Informationen über den Datenschutz bei ENSO und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Wenn wir all diese Punkte abgearbeitet haben, begleite ich unsere „Neulinge“ in die Abteilungen, in denen sie ihr Praktikum absolvieren. Während ihres Einsatzes können sie sich bei Fragen jederzeit an mich als Azubipaten oder meine Ausbildungsleiterin Silke Preibisch wenden.

Am letzten Tag bekommen die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat, in dem alle Aufgaben aufgeführt sind, die sie in ihrer Zeit bei uns absolviert haben.

Auch der Schnuppertag, den wir Azubis in Absprache mit unserer Ausbildungsleiterin vorbereiten, fordert mir zurzeit sehr viel Organisationstalent ab. Ein Schnuppertag ist ein eintägiges Praktikum, das ENSO in den Herbst- und Winterferien anbietet. Die jungen Leute können sich dafür vorher per Mail anmelden.

Sie bekommen an diesem Tag einen Einblick in die technischen und kaufmännischen Berufe, in denen ENSO ausbildet. Sie können unseren Azubis bei ihren Aufgaben über die Schulter schauen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, an einem Bewerbertraining teilzunehmen. Dabei bekommen sie Tipps für ihre Bewerbungsunterlagen und für das Bewerbungsgespräch.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unseren „Neuen“ anfangs oft leichter fällt, sich bei Fragen an einen Azubi zu wenden. Ich bin sehr gern Azubipate. Verantwortung für die Schülerinnen und Schüler zu übernehmen und bei Fragen für sie da zu sein, bereitet mir sehr viel Freude. Schön, dass mir ENSO so viel Vertrauen entgegenbringt und ich diese Aufgabe übernehmen darf.

Veröffentlicht von Jenny Warnasch und Sophie Riesner am 19. Oktober 2015 09:39 in Karriere
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